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18.11.2017

Becker: So beichtete er seinen Kindern Geld-Probleme

Boris Becker sprach darüber, wie er seinen Kindern vom Insolvenzverfahren erzählte und wie seine Frau Lilly Becker mit der Lage umgeht.

"Es ist richtig, dass ich seit dem 21. Juni dieses Jahres in einem Insolvenzverfahren stecke, aber es ist falsch, dass ich pleite bin" – mit diesen Worten nahm Boris Becker vor wenigen Tagen im Gespräch mit der Neuen Züricher Zeitung zum ersten Mal ausführlich zu den Insolvenz-Vorwürfen Stellung. Der Gala verriet er nun, wie seine Familie mit der momentanen Situation umgeht.

"Angespannte Stimmung" im Hause Becker

Die vielen (negativen) Schlagzeilen um seine Person würden das Familienleben natürlich belasten. "Es ist eine schwierige Phase für die Familie Becker", zitiert die Illustrierte die Tennislegende. Es herrsche eine "angespannte Stimmung".

Zwischen ihm und seiner Frau Lilly habe es durchaus auch Streit gegeben: "Es gab ehrliche und laute Diskussionen, in denen ich gefragt wurde: "Was ist denn da los?"

Eine Scheidung sei jedoch nie infrage gekommen: "Trennung war nie ein Thema. Wenn man eine langjährige Ehe führt, dann ist da natürlich nicht nur Sonnenschein, das macht eine Beziehung aber auch aus, das ist normal. Aber das hat nichts mit dem Insolvenzverfahren jetzt zu tun."

"Das hat uns eher zusammengeschweißt", so Becker.

Boris Becker: So weihte er seine Kinder ein

Er habe sich auch persönlich mit seinen Kindern getroffen, um ihnen die Lage zu erklären, erzählte der 49-Jährige außerdem. Auch seine uneheliche Tochter Anna Ermakova wurde eingeweiht.

"Ich habe auch mit meiner Tochter Anna gesprochen. Amadeus ist noch ein bisschen klein mit sieben Jahren, aber er spürt natürlich auch den unsichtbaren Druck, der in der Luft liegt", erzählte Becker.

Mit seinen Söhnen Noah und Elias, die er zusammen mit Ex-Frau Barbara Becker hat, habe er ebenfalls ein persönliches Gespräch geführt.

"Noah ist ja schon ein junger Mann und quasi der nächste Becker, vielleicht ist es das. Elias war hautnah dabei, als die Nachricht über das Insolvenzverfahren öffentlich wurde, wir waren gerade auf dem Weg nach Südfrankreich zu einem Tennis-Camp und haben uns ganz offen unterhalten."

Im Bezug auf seine finanzielle Situation räumte die Tennislegende Fehler ein: "Weder als Tennisspieler noch als Unternehmer habe ich jedes Spiel gewonnen. In meinem aktuellen Fall war ich leider schlecht beraten und ich musste dann im Endeffekt die Suppe auslöffeln."

Eines habe er jedoch gelernt: "Nur in Krisenzeiten lernt man seine wahren Freunde und Feinde kennen." Deswegen komme auch eine Rückkehr nach Deutschland für den Wahlengländer nicht infrage: "Ich werde wohl nicht mehr nach Deutschland zurückkommen. Ich habe einen deutschen Pass, aber ich fühle mich nicht als Deutscher. Mein Zuhause ist London. Ich bin vor 50 Jahren in Deutschland geboren worden, habe die ersten 17 Jahre eine behütete und beschützte Kindheit erlebt, bis ich am 7. Juli 1985 den Matchball in Wimbledon verwandelt habe. Seitdem wird mein Name in Deutschland instrumentalisiert, im Positiven wie im Negativen."