Bad Bunny - bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio - ist einer der global erfolgreichsten Musiker seiner Generation. Seit Jahren dominiert er weltweit die Charts. Er zählt zu den meistgehörten Künstlern beim Streamingdienst Spotify. Was Sie vielleicht noch nicht über den 31-Jährigen wussten:
Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Megastar Bad Bunny wussten
Sohn eines Lastwagenfahrers und einer Lehrerin
Benito Antonio Martínez Ocasio, so sein bürgerlicher Name, wurde am 10. März 1994 in Bayamón, nahe der Hauptstadt San Juan, als Sohn eines Lastwagenfahrers und einer Lehrerin geboren. Er wuchs mit seinen zwei jüngeren Brüdern in einfachen Verhältnissen im Küstenort Vega Baja auf, umgeben von Salsa- und Merengue-Musik, wie er selbst erzählt. Schon als Kind sang er im Kirchenchor, später begann er, zu Hause am Computer Beats zu produzieren. Seinen Künstlernamen gab er sich wegen eines Fotos aus Kindertagen, das ihn mit grimmigem Gesicht zu Ostern im Hasenkostüm zeigte.
Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Megastar Bad Bunny wussten
Abgebrochenes Studium, Job im Supermarkt
Der Musiker, geboren auf der zu den USA gehörenden Karibikinsel Puerto Rico, ist der Künstler der Stunde: Bei den Grammy Awards Anfang Februar gewann er insgesamt drei der Trophäen, darunter für "DeBÍ TiRAR MáS FOToS" als Album des Jahres. In der diesjährigen Super-Bowl-Halbzeitpause hatte er eine spektakuläre Show im Stadion von Santa Clara in Kalifornien abgeliefert. Zuletzt galt er als meistgehörter Künstler des Planeten beim Streamingdienst Spotify.
Noch vor zehn Jahren sah die Welt des Musikers anders aus: Während seines später abgebrochenen Studiums der audiovisuellen Kommunikation überredeten Freunde ihn, seine Musik auf der Plattform Soundcloud hochzuladen. Der Song "Díles" (Sag ihnen) wurde dort zu einem großen Erfolg. Dies machte Produzenten auf den damals 21-Jährigen aufmerksam. Benito arbeitete da noch in einem Supermarkt als "Grocery Bagger", verpackte also die Einkäufe der Kunden.
Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Megastar Bad Bunny wussten
"Nebenjobs" als Schauspieler, Hobby: Wrestling
Dass das "böse Häschen" gerade in aller Munde ist, liegt an seinem neuesten Album. Kritiker und Fans sind begeistert von "Debí tirar más fotos" (Ich hätte mehr Fotos machen sollen). Der "Rolling Stone" nennt es ein "atemberaubendes Werk". Die Grundlage bildet der Reggaeton, diese Mischung aus Reggae, Hip-Hop und elektronischer Tanzmusik, mit der seine Landsleute Luis Fonsi und Daddy Yankee im Jahr 2017 "Despacito" zu einem weltweiten Ohrwurm machten.
Aber nicht nur als Musiker hat sich BadBunny einen Namen gemacht. So erhielt er eine Rolle in dem Thriller "Caught Stealing" von Regisseur Darren Aronofsky ("The Whale"). Sein Debüt als Schauspieler hatte er mit einer Nebenrolle in der Netflix-Serie "Narcos: Mexico". 2022 spielte er an der Seite von Brad Pitt in der Actionkomödie "Bullet Train", gefolgt von "Cassandro" mit Gael Garcia Bernal. Nebenbei geht er seinem Hobby nach, dem Wrestling.
Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Megastar Bad Bunny wussten
Puerto-ricanischer Slang wird zu Hits
BadBunny huldigt der karibischen Sprechweise seiner Landsleute, bei der Konsonanten am Ende von Wörtern wegfallen oder ein "l" an die Stelle eines "r" tritt. So wird aus Amor (Liebe) "Amol" oder aus "Nueva York" (New York) "Nueva Yol". Auch dies macht sein Werk so authentisch.
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Tabu-Brecher, einst Kendall Jenner liiert
BadBunny engagiert sich auch sozial. Er prangert Gewalt gegen Frauen an und tritt für die Rechte der LGBTQIA+-Gemeinde ein. Im Video zu "Yo perreo sola" (etwa: Ich twerke alleine) tanzte er 2020 im Drag-Outfit, und bei Modepräsentationen oder Fotoshootings zeigt er sich auch mal im pinkfarbenen Kleid oder mit lackierten Fingernägeln. Bei einem Konzert drückte er einem seiner Tänzer einen Kuss auf den Mund.
In der stark von Männern dominierten und stereotypen Urban-Music-Szene habe er damit gleich mehrere Tabus gebrochen, schrieb die spanische Zeitung "El País". Er wolle sich nicht über seine Heterosexualität definieren lassen, sagt der Sänger, dem eine längere Romanze mit Model und Reality-Star Kendall Jenner nachgesagt wird, selbst.
Dinge, die Sie vielleicht noch nicht über Megastar Bad Bunny wussten
Politisch ist BadBunny ebenfalls aktiv. In seinem Album "DeBÍ TiRAR MáS FOToS" (Deutsch: Ich hätte mehr Fotos machen sollen) und einem Kurzfilm dazu beklagt er die Gentrifizierung und zunehmende Amerikanisierung Puerto Ricos. "Sie wollen mir den Fluss wegnehmen und auch den Strand", singt er in "Lo que le pasó a Hawaii" (Was Hawaii geschehen ist). Beide Territorien wurden 1898 von den USA annektiert. Die Puerto Ricaner sind zwar US-Bürger, dürfen aber nicht mitwählen.
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