Stars | Austropromis
30.11.2018

Wechsel zum Islam: Wenn aus Nina Fatima wird

Eine Komödie über den Islam, geht das? – Und ob, wie Eva Spreitzhofer mit "Womit haben wir das verdient" beweist.

Der Islam ist grad voll hipster geworden, je rechter alles wird, umso mehr Islam – in Eva Spreitzhofers Culture-Clash-Komödie „Womit haben wir das verdient?“ dreht sich alles um die Konversion eines 16-jährigen Mädchens. Aus Nina wird plötzlich Fatima und das Kopftuch unerlässlich.

Premiere feierte Spreitzhofers Spielfilmdebüt jetzt im Wiener Gartenbaukino. Auch dabei: Schauspielerin Susanne Michel, die auch kurz im Film zu sehen ist. „Es gibt jüdische Witze, es gibt Witze über die katholische Kirche, aber alles rund um die Islamdebatte ist immer sehr humorlos. Ich finde, man darf sich über alles lustig machen und alles mit Witz und Humor behandeln“, so Michel.

„Ein zauberhafter Simon Schwarz (er spielt den Familienvater) und auch in den Nebenrollen ist der Film gut besetzt. Pointierte Dialoge“, so der Schauspieler und Premieren-VIP-Gast Serge Falck.

Ebenfalls im Saal gesichtet: Die Schauspieler-Riege Stefano Bernardin, Andrea Eckert, Dietrich Siegl und Doris Schretzmayer.

Laut einem Das Biber-Interview mit Carla Amina Baghajati, Medienreferentin der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, gibt es ungefähr 30 Konvertierungen pro Jahr (Stand 2009). Genaue aktuelle Zahlen seien unmöglich zu nennen, da es im Islam keinen Aufnahmeritus ähnlich der Taufe im Christentum gibt. Laut dem Portal „Statista“ leben derzeit 700.000 Muslime in Österreich.