Gerda Jahn war in den 1960ern das PEZ-Mädchen

© APA/Georg Hochmuth

Stars Austropromis
04/10/2021

Das macht das PEZ-Mädchen aus den 1960ern heute

Gerda Jahn lachte als Jugendliche von Plakatwänden, wurde später Friseurin und ist jetzt ein gefragtes Seniorenmodel.

von Lisa Trompisch

"Alles, was Spaß macht, hält jung“, wusste bereits der legendäre „Jedermann“-Darsteller Curd Jürgens (gestorben 1982). Und Gerda Jahn scheint viel Spaß in ihrem Leben zu haben, sprüht sie doch vor Charme und Energie und macht als gefragtes Seniorenmodel eine wahrlich gute Figur. Kameraerfahrung hat die gebürtige Wienerin schon als ganz junges Mädchen gesammelt, spielte sie doch unter anderem in einem Hans-Moser-Film mit.

Die Frau Mama war von einer möglichen Schauspielkarriere aber nicht so begeistert, legte Gerda lieber eine Friseurlehre ans Herz. „Und nachdem ja meine Generation so war: Wenn die Mutter etwas sagt, dann machst du es auch“, erzählt Jahn in der SchauTV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“.

Aber einmal wollte sie es dann doch noch wissen. Ohne der Mutter etwas zu sagen, bewarb sie sich bei einem Aufruf der Jugendzeitschrift Bravo, die einst Modelle für die Kampagne der Süßwarenmarke PEZ (aus dem ersten, mittleren und letzten Buchstaben von Pfefferminz) suchten.

Und siehe da, Gerda Jahn lachte von da an fesch in der blauen Uniform von Automaten und Plakaten, die mittlerweile Kult sind.

Das ganze Interview

Nach einer erfolgreichen Friseur-Karriere mit eigenem Salon hat sie das Kameralicht dann wieder für sich entdeckt. Es mache ihr viel Freude und helfe ihr, „am Ball zu bleiben“.

„Es gibt schon Tage, wo ich mir denke, naja, ich weiß jetzt nicht, ob das noch so passt. Aber man schaut, dass man die Figur so halbwegs behält, sich mit Sport fit hält und auch vom Geist her immer am Laufenden ist“, so das Model. „Ich werde jetzt halt als Oma, als Tante oder als Schwiegermutter gebucht. Ich habe da einmal einen guten Spruch gelesen: Jung sein ist gut und vergeht wie Dunst, aber alt sein ist Lebenskunst. Und das stimmt auch“, meint Jahn lachend, die übrigens auch im Otto-Schenk-Film „Vier Saiten“ vorkommt. Zumindest Bilder von ihr.

„Das war ganz eine nette Sache. Da wurde ich auch von der Agentur angerufen: Sie wollten gerne, dass ich seine fiktive verstorbene Frau bin und da wollten sie Fotos von mir haben. Und die hat man immer wieder im Film gesehen.“ Die lebenslustige Seniorin besucht heute noch regelmäßig Schauspielseminare, hält sich mit Golfen in Schuss und ist auch auf Instagram sehr aktiv „Ich bin ja mit keinem Computer aufgewachsen und hab’ mir damals alle meine Sachen noch mit Bleistift und Kugelschreiber aufgeschrieben. Und dann habe ich mir gedacht, ich will das jetzt einmal lernen. Also habe ich einen Einsteigerkurs beim WIFI gemacht und habe mich langsam, Schritt für Schritt, emporgearbeitet. Das war so faszinierend und ich bin so happy drüber.“

Wie sie sich die Lebensfreude bewahrt und warum sie sich jetzt viel mehr traut als früher sehen Sie im Video oben.

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