Astrid Wirtenberger ist Dancing Star 2011

Das reine Damen-Promi-Finale entschied die Seer-Sängerin Wirtenberger für sich, Alexandra Meissnitzer wurde Zweite. Überraschungsfinalist Mike Galeli schied als Drittplatzierter aus.

Österreich hat einen weiteren Dancing Star. Nach Marika Lichter, Manuel Ortega, Klaus Eberhartinger, Dorian Steidl und Claudia Reiterer darf sich nun auch Astrid Wirtenberger so bezeichnen. Die Sängerin hat sich im Finale gegen Alexandra Meissnitzer durchgesetzt. Damit hat die beste Tänzerin unter den Promis die Show gewonnen.

Entscheidend war der Showtanz, in den die beiden Finalistinnen Showelemente einbauen und die Tänze frei wählen und kombinieren durften. Eine setzte auf heimischen Nationalsport, die andere auf Landesgeschichte. Die Schlussperformance von Astrid Wirtenberger und Balász Ekker zielte auf die österreichische, historische Seele ab. Ekker, gebürtiger Ungar, bewegte sich zu Puszta-Melodien in Uniform, das Bühnenbild dominierte ein Tisch im Stile eines Landgasthauses. Die beiden setzten auf feurige Tänze, im Laufe der Vorstellung entledigte sich Ekker seiner Jacke und so standen schlussendlich beide ... ... in Rot da. Die Verwandlung vom ungarischen Tänzer zum Latino Lover bei Ekker war vollzogen. Wirtenberger war schon seit den ersten Wochen Favoritin der Show, weil sie schlicht am besten tanzte. Ihre sympathische Art tat das Übrige dazu, dass das Publikum zur Nummer Eins gemacht hat.
Balász Ekker konnte mit diesem Triumph bei seinem sechsten Antreten erstmals mit seiner Promi-Dame die Show gewinnen. "Am meisten freue ich mich für Balász, er hat es verdient", meinte die glückliche Gewinnerin. Schöne Worte von dem Promi, denn die beiden verstanden einander sehr gut. Auch wenn es nicht immer den Anschein machte. "Nie ein lobendes Wort zu hören war nicht immer leicht für Astrid.", verriet Wirtenbergers Lebensgefährte Günther KURIER.at. Aber Ende gut, alles gut. Nach der Show wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Nicht ausschweifend, aber ausdauernd. Für den Tanzpartner, der es sich nach so langer Zeit nun wirklich verdient hatte zu gewinnen, gab es eine Umarmung. Den Kristallpokal möchte Wirtenberger auf ihrem Fernseher platzieren, rundherum Fotos von ihr und Balász, wie sie KURIER.at verriet. Darüber wird Wirtenbergers Lebensgefährte Günther wohl nicht so begeistert sein. Obwohl der Polizist bislang erfolgreich Tanzstunden verweigerte, gab er am Finalabend dem Tanzsport eine Chance. Profi Alice Guschelbauer, Ehefrau von Wirtenbergers Tanzpartner Ekker, überredete Günther zu ... ... einem kleinen Tänzchen. In der Zwischenzeit verabschiedete sich der Dancing Star 2011 noch von ... ... seiner Familie. Extra zum Finale reisten Oma & Co. an, um die Sängerin anzufeuern. Speziell Wirtenbergers Großmutter Elfriede fieberte mit: "Ich war ganz fertig. Ich habs am Schluss nicht geglaubt, dass sie gewinnt." Das Tanztalent hat die 42-Jährige übrigens von ihrer Oma, die tanzt nämlich mit 84 Jahren Linedance und ist dabei die Älteste in der Truppe. 

Im Bild (von links): Wirtenbergers Tochter Sarah, Oma Elfriede, Astrid Wirtenberger und Schwester Daniela. Für Alexandra Meissnitzer blieb Silber: Nachdem schon ihre Entwicklung von der kühl wirkenden Ex-Spitzensportlerin zur Ballkönigin eingeschlagen hatte, kann man davon ausgehen, dass Meissnitzer auch mit ihrem Schlusstanz mitten in die österreichische Seele getroffen hat: Die Videoeinblendung eines Meissnitzer-Skirennens blendete aus, die einstige Doppel-Weltmeisterin ... ... stand im Skioutfit auf der Bühne, fuhr eine Rampe hinunter und wurde von Tanzpartner Florian Gschaider aus dem Overall geschält. Diese Verwandlung von der Rennläuferin zur Ballkönigin war passend zu jener, die Meissnitzer in den vergangenen Wochen durchgemacht hat. Ein bisschen wedelte das Tanzpaar noch mit Skistöcken und imitierte Wedelschwünge, dann legten sie einen fulminanten Mix heißer Rhythmen auf das Parkett.
Für den Sieg, den KURIER.at an sich erwartet und - falsch - prognostiziert hatte, hat es nicht gereicht. Doch "Meissi" nahms gelassen, der Sieg war nebensächlich, viel wichtiger war, dass sie während der Showeinlage skifahren durfte. Auch für Gastjurorin Karina Sarkissova war "Meissi" die Gewinnerin. Die Ballerina gratulierte nach der Show und meinte: "Sie waren meine Favoritin, wirklich toll." Aber die ehemalige Skirennläuferin benötigte keinen Trost. "Ich freue mich so für Astrid." Wir glauben es ihr, denn die beiden sind während der vergangenen Monate gute Freundinnen geworden. Damit Meissnitzer das Finale nicht alleine durchstehen musste, hatte sie Unterstützung von ihrer Familie. Ihre beiden Patenkinder Peter und Lisa waren ebenso da, wie ihre Schwester Kathrin, die vergangenes Wochenende geheiratet hatte. Ein Ereignis, das am Meissnitzer-Tisch für mehr Gesprächsstoff sorgte, als die Tanzshow. Nach all den Strapazen der vergangenen Monate gönnte Meissnitzer ihren Füßen ein wenig Erholung und schlüpfte aus den schmerzenden Schuhen. Ein Trend, der sich übrigens bei vielen anderen Damen am Tisch durchsetzte. Vor den beiden abschließenden Showtänzen kämpften sich die drei Finalisten durch die letzten zwei Tänze mit Jurywertung. Und auch nach über drei Monaten haben Astrid Wirtenberger und Balász Ekker noch Spaß miteinander. Und das obwohl Ekker oft das Ekel mimt. Zu "Someone to love" tanzten die beiden einen perfekten Jive, womit Wirtenberger ein weiteres Mal bewies, warum sie schon solange als Favoritin galt. Die Frage "Wer ist da der Promi und wer der Profi?" ließ sich kaum mehr beantworten. Und das nicht nur, weil man das Gesicht Ekkers genauso gut kennt wie Wirtenbergers. Im Publikum fieberten die Töchter ... ... der Sängerin mit, besonders Laura, die jüngste, die vorab schon gute Arbeit darin leistete, Hannes Nedbal zu becircen: Die Kleine tanzte jüngst nach einer Show mit dem Juror. Auch nach dem Finale waren die beiden ein Herz und eine Seele. Großes Lob kam von Nicole Burns-Hansen: "Du bist eine Raketenfrau." Gastjurorin Karina Sarkissova war ebenfalls begeistert: "Ich habe Gänsehaut und wollte mittanzen." Traurig, fast sentimental Nedbal: "Rhythmus: Wow. Technik: Hervorragend." Schäfer-Elmayer konnte "nichts Positives mehr hinzufügen." Die Jurywertung war einstimmig: 40 von 40 Punkten. Der zweite Tanz war auch perfekt. Wirtenberger und Ekker tanzten einen Slowfox zu "My Baby don't care". Treffend, erinnert man sich an das Semifinale, in dem Ekker lobende Worte für seine Tanzpartnerin finden sollte, stattdessen aber meinte: "Nur der Zigeuner lobt sein eigenes Pferd." Die Jury äußerte sich lobend: "Du bist wirklich meine Favoritin." (Burns-Hansen) Sarkissova  meinte, Wirtenbergers Lebensgefährte werde sie künftig beschützen müssen, wenn sie sich so bewegt. Selbst Nedbal sparte sein übliches Negativkommentar: "Anmut, Grazie, was soll ich noch sagen." Zweimal Höchstwertung, insgesamt 80 Punkte, da gibt's nicht mehr zu sagen. Die Chemie stimmte zwischen Alexandra Meissnitzer und Florian Gschaider. Zwar nicht von Anfang an, aber mit der Zeit kamen sie sich näher. Nur tänzerisch, versteht sich. Bei einem heißen Tango bewiesen die beiden, wie viel Spaß sie miteinander hatten. "Meissi" wusste zu Beginn der Staffel noch nicht, wie sie mit dem vielen Körperkontakt umgehen sollte. Aber letztlich akzeptierte sie, dass das bei Tänzern so ist. Sarkissova: "Dancing Stars ist ja wie eine Schlankheitskur, aber bei ihnen ist die Entwicklung unglaublich." Nedbal wurde von "Meissi" gebeten, "lieb" zu sein. Und er war es: "Der heutige Tango war fast ein Verwöhnprogramm für mich." Schäfer-Elmayer und Burns-Hansen waren ebenfalls begeistert. Die Schweizerin nannte Meissnitzer sogar "Alexango". Für eine ehemalige Spitzensportlerin unglaublich genügsam meinte die 37-Jährige: "Ich freue mich, wenn viele anrufen, aber ich will nicht zu ehrgeizig scheinen." Sympathisch. (39 Punkte) Voller Freude absolvierte die ehemalige Skirennläuferin ihren 14. und vorletzten Tanz zu "I don't feel like dancing". "Du bist aufgeblüht und das war so schön zu sehen" (Burn-Hansen) "Sie haben einen Monsterbody. Sie sind mein Dancing Star", meinte Sarkissova, während Nedbal verhalten meinte: "Man sieht eine Steigerung." Selbst im Finale gönnte der Juror dem Duo kein Lob. Meissi gelang jedenfalls eines: Nach dieser Sendung sieht man sie nicht mehr als Sportlerin, sondern als Ballkönigin. In den nächsten Tagen wird sie das Tanzen aber ein wenig beiseite lassen. Verständlich nach über drei Monaten beinahe täglichem Training, da dürfen die Füße wieder rasten. (37 Punkte, gesamt 76 und damit der zweite Platz) "Danke, danke, danke." Mike Galeli konnte sein Glück vergangene Woche gar nicht fassen und wurde ein wenig übermütig. Seine Tanzpartnerin Julia Polai wusste gar nicht, wie sie mit so viel Überschwang umgehen sollte. Doch dann kam das Finale, wo alle Paare zwei Tänze absolvieren mussten. Der erste war der Lieblingstanz, Galeli und Polai wählten einen schwungvollen Cha Cha Cha zu "On Broadway" - ob es den Schauspieler zum Broadway zieht? Moderatorin Mirjam Weichselbraun bat beim Finale alle vier Juroren um Kritik: 
Thomas Schäfer-Elmayer lobte Galelis Überschwang, kritisierte aber die nach wie vor vorhandenen Taktschwierigkeiten. Nicole Burn-Hansen: "Ich sah eine Bodywave. Die war saugeil." Ganz milde war Hannes Nedbal: "Gute Choreographie, Danke." (34 Punkte)
Auch nach zehn Folgen Dancing Stars gab es noch überraschende Einblicke in das Leben der Promis. So enthüllte Moderator Klaus Eberhartinger, dass "Mike" nur ein Künstlername ist. Sein richtiger Vorname lautet nämlich Oguz. Trotz teilweiser schlechter Kritik waren Kandidat und Juror einander auch nach der Show noch gut gesinnt. Obwohl sich die Jury in einem einig war: "Das war die schlechteste Herrengruppe in der Geschichte von Dancing Stars." Wieso Galeli ins Finale kam erklärte Hannes Nedbal ganz trocken: "Er war der Beste der Schlechtesten."

Im Bild: Hannes Nedbal, Nicole Burns-Hansen und Thomas Schäfer-Elmayer. "King of the Road" war Mike Galeli bei seinem zweiten Tanz. Leichte Unsicherheiten zwar beim Slowfox, doch täuschte Partnerin Julia Polais Kleid wunderbar darüber hinweg. Nedbal lobte dieses Mal tatsächlich, doch zu früh gefreut, er lobte die Profis. Denn die sind dafür verantwortlich, dass die Promis gut da stehen. Wie wahr! Nedbal weiter: "Ich hatte das Gefühl, die Julia lässt sich führen." Auch Schäfer-Elmayer lobte die Profis, besonders Polai. Das freute die Tänzerin sicher sehr, denn sie verriet KURIER.at, dass es ihre letzte Dancing Stars-Staffel ist. Sarkissova: "Eleganter Gentleman, heißer Verführer oder russischer Mafioso. Sie können alles spielen und jetzt auch alles tanzen." So viel Lob von einer Ballerina - da war selbst Galeli baff. Glücklich und dankbar war der Schauspieler über seine Teilnahme, denn "ich kann viel für meine Schauspielerfahrung mitnehmen." Ausgezahlt hat es sich für ihn auf jeden Fall, denn vor der Tanzshow war der Vorarlberger in Österreich gänzlich unbekannt. In der Gesamtwertung der Jury kam der ehemalige "Mr. Vorarlberg" auf 71 Punkte und belegte den dritten Platz. Insgesamt eben auch. An der anschließenden Feier nahmen auch viele ehemalige Kandidaten teil. Unter ihnen Cathy Zimmermann, die sich mittlerweile von ihrer Abwahl erholt hatte. "Die Gefahr ist, dass du das Ganze zu Ernst nimmst und dadurch zu verbissen wirst." Genau das sei bei ihr der Fall gewesen, meinte sie rückblickend. Am meisten fehlt der Moderatorin das Tanztraining, denn derzeit ist auch noch kein weiteres mit ihrem Liebsten Roman Rafreider in Sicht. "Er will zwar, aber ich glaube nicht so recht daran." Ebenfalls unter den Gästen der Party war Tanzprofi Manfred Zehetner. Er freute sich für seinen ehemaligen Schützling Florian Gschaider, war aber auch ein wenig verärgert, dass die früheren Tänzer nicht zur Show eingeladen wurden. Ist das das Rat Pack? Doch nicht. Karl Hohenlohe, Harald Serafin, Thomas Schäfer-Elmayer und Christoph Wagner-Trenkwitz plauderten noch miteinander und es war "wunderbar". Der ehemalige Dancing Star Dorian Steidl fühlte mit den Kandidaten mit, freute sich aber besonders über Balász Ekkers Gewinn. Die beiden kennen einander schon länger, daher hielt der Moderator für ihn die Daumen. Auch Moderator Klaus Eberhartinger ist ein ehemaliger Inhaber des Titels. An dieser Staffel gefiehl dem EAV-Frontman besonders, dass es Alfons Haider schaffte mit einem Mann zu tanzen. "Die Zeit war reif." Auf Kuschelkurs waren auch Mirjam Weichselbraun und Juror Hannes Nedbal. Es half aber nichts mehr, das Finale war zu Ende.

Das war die sechste Staffel Dancing Stars. KURIER.at freut sich auf die siebente. Und auf die Pause bis zu deren Start.
(KURIER.at / Lydia Kozich, Axel N. Halbhuber) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?