Ambros gegen Fendrich: Schnee von gestern

Umfrage: Das sagen Freunde und Weggefährten zum Krieg der Austropop-"Diven".

Im Ueberreuter-Verlag läutet das Telefon Sturm. Doch es hilft kein Bitten und Betteln, das "Buch der Woche" – die Ambros-Biografie – wird erst am Freitag ausgeliefert. Nur das sei vorab verraten: "Es steht noch viel mehr drin", sagt Melchior Müller, Leiter der Sachbuch-Abteilung.

Im Bild: Georg Danzer, Reinhard Fendrich und Wolfgang Ambros als "Austria 3" Der "Anheizer" auf Ö3 erhitzte die Gemüter. In "Frühstück bei mir" zog Wolfgang Ambros über seinen einstigen Freund Rainhard Fendrich her – dieser sagte trotzig ein geplantes Benefiz-Konzert Anfang 2012 mit Ambros ab. Erhitzte Ambros' "Abrechnung" auch die Gemüter von Wolferls Weggefährten? Christoph Fälbl (spielte mit Ambros in "Der Watzmann" und bereitet gerade seine Kabarett-Premiere "Wer sonst" am 27. September im Wiener Orpheum vor ): "Ich finde die Empörung komisch, denn der Wolfgang ist ein Mensch, der immer schon die Wahrheit gesagt hat. Der ist seit 40 Jahren so. Dass er seinen Unmut kundtut, muss gestattet sein. Der Fendrich wird wissen, wie der Wolfgang über ihn denkt." Gary Lux, der bei der Gründung von "Austria 3" (Fendrich, Ambros und Danzer sangen für den guten Zweck) 1997 dabei war, meint: "Austria 3 war ein tolles Projekt, Dinge sind nun mal passiert, aber das ist Schnee von gestern – im wahrsten Sinne des Wortes." Auch Fendrichs ehemaliger Manager, Herbert Fechter, gab eine knappe Stellungnahme ab: "Der Ambros ist ein gerader und aufrechter Mensch." Joesi Prokopetz, der für Ambros Texte wie "Da Hofa" oder "Zentralfriedhof" geschrieben hat, greift sich ob des vermeintlichen Aufregers auf den Kopf: "Tu felix Austria, die Krise scheint überstanden zu sein, wenn wir in Österreich keine anderen Sorgen haben. Was der Wolfgang gesagt hat, ist ja alles bekannt gewesen." Nicht so die Äußerungen über seine Noch-Ehefrau Margit, der er vorwirft, sie wolle ihn bloß abzocken. Der KURIER hat Margit Ambros erreicht, aber: "Ich habe für mich selbst ausgemacht, dazu nichts zu sagen."

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(KURIER) Erstellt am
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