Abschied von Filmikone Brigitte Bardot - Todesursache enthüllt
Brigitte Bardot
Zusammenfassung
- Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren an Krebs gestorben und wurde im Familienkreis in Saint-Tropez beigesetzt.
- Fans, Familie und Prominente nahmen bei einer Trauerfeier und einer öffentlichen Gedenkveranstaltung Abschied von der Filmikone.
- Bardot wurde durch ihre Filmkarriere weltberühmt, engagierte sich später für den Tierschutz und sorgte politisch für Kontroversen.
Fans, Freunde und Familie haben am Mittwoch Abschied von der verstorbenen französischen Filmikone Brigitte Bardot genommen. Im südfranzösischen Saint-Tropez gedachte ein enger Kreis dem Leinwandstar bei einer Trauerfeier. Die Messe wurde an verschiedenen Orten in der Stadt live auf großen Bildschirmen übertragen. Auch via französischem Fernsehen konnten Fans der Totenmesse beiwohnen. Nach einer Prozession durch die Stadt soll Bardot in einem Familiengrab beigesetzt werden.
Schon in der Früh hatten sich etliche Bewunderer der Schauspielerin in Saint-Tropez versammelt. In der Kirche war ein Schwarz-Weiß-Foto von Bardot ausgestellt, auf dem sie ein Robbenbaby umarmt, begleitet von den Worten "Merci Brigitte" (Danke, Brigitte). Neben Bardots Sohn Nicolas-Jacques Charrier, zu dem die Beziehung teilweise angespannt war, erwiesen auch mehrere Politiker der Verstorbenen die letzte Ehre, unter ihnen die Fraktionschefin der rechtspopulistischen Partei Rassemblement National, Marine Le Pen. Auch der bekannte Walfanggegner Paul Watson nahm an der Messe teil.
"Für Mama"
Der 65-jährige Charrier widmete seiner Mutter ein Blumengebinde mit Mimosen und den Worten "Für Mama". Er lebt mit seinen Töchtern und Enkelinnen in Oslo.
Chansonstar Mireille Mathieu sang bei der Messe. Vor dem Gottesdienst zeigte sie sich sichtlich berührt. Für sie sei Bardot Frankreich, sagte die 79-jährige Sängerin. "Sie war die schönste Frau der Welt." Mathieu lobte gegenüber Reportern außerdem Bardot für "ihre Freiheit, ihren Mut, ihre Meinung zu sagen".
Eine öffentliche Gedenkfeier findet - nach der Beisetzung in streng privatem Rahmen hinter hohen Friedhofsmauern - im Altstadtviertel La Ponche statt, dem historischen Zentrum des ehemaligen Fischerdorfes. Dazu sind Einheimische und Fans eingeladen.
Bardot hatte Krebs
Ihr vierter und letzter Ehemann Bernard d'Ormale hatte sich in einem am Mittwoch erschienenen Interview erstmals zur Todesursache geäußert. Nach seinen Worten war Brigitte Bardot an Krebs gestorben, erzählte er der Zeitschrift Paris Match. Er verriet jedoch nicht, um welche Art der Krankheit es sich gehandelt habe. Sie sei umgeben von ihren Tieren gestorben, die sie sehr geliebt habe, sagte er. "Sie war bis zum Ende geistig anwesend und am Tierschutz interessiert", betonte d'Ormale mit Blick auf Bardots größtes Anliegen nach dem Ende ihrer Schauspielzeit.
Brigitte Bardot habe sich vor einigen Jahren von ihrem ursprünglichen Wunsch verabschiedet, sich auf ihrem Anwesen La Madrague in Saint-Tropez bestatten zu lassen. "Sie sah ein, dass es für die Stadtverwaltung schwierig wäre", sagte d'Ormale und verwies darauf, dass sie mit zahlreichen Besuchern ihres Grabes gerechnet habe. Stattdessen wird Brigitte Bardot nun im kleinen Kreis im Familiengrab ihrer Eltern auf dem Friedhof von Saint-Tropez bestattet.
Weltruhm, Tierschutz und Rassismus
Bardot hatte 1956 mit dem Film "Und immer lockt das Weib" Weltruhm erlangt, in dem sie eine junge Frau spielt, die selbstbewusst ihre sexuellen Bedürfnisse auslebt. Bis Anfang der 70er-Jahre drehte Bardot etwa 50 Filme, darunter mit angesehenen Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Louis Malle. Sie gehörte zu den meistfotografierten Frauen der Welt.
1973 gab Bardot ihre Schauspielkarriere auf und widmete ihr Leben fortan bedrohten Tieren. Für die Gründung ihrer Tierschutzstiftung versteigerte sie Teile ihres Besitzes. Politisch driftete Bardot nach Rechtsaußen ab und wurde mehrfach wegen rassistischer Äußerungen zu Geldstrafen verurteilt.
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