© REUTERS/MAXIM SHEMETOV

Sport
09/30/2019

"Wurden betrogen": RUSADA wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe

Der Chef der russischen Anti-Doping-Agentur wittert eine Verschwörung. Daten sollen manipuliert worden sein.

Russlands Anti-Doping-Agentur (RUSADA) weist eine Verantwortung für mögliche Manipulationen im Moskauer Dopinglabor zurück. "Wir wurden betrogen", schrieb RUSADA-Chef Juri Ganus in einem offenen Brief, aus dem am Montag mehrere Medien zitierten. Seiner Organisation sei das Recht genommen worden, auf der Seite der Wahrheit zu stehen. Ganus sprach von einer Verschwörung gegen den russischen Sport.

Die drohenden Konsequenzen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) wären eine Tragödie für Russland. Der Agentur TASS zufolge, die ebenfalls aus dem Brief zitierte, glaubt Ganus nicht, dass die Labordaten versehentlich manipuliert worden sein könnten. In den vergangenen drei Jahren sei das wohl von jemandem veranlasst worden. Er wisse nicht, wer konkret dahinterstecken könnte, schrieb er. RUSADA habe aber alles getan, um den sauberen Sport besser schützen und einen Ausweg aus der Krise zu finden - "trotz aller Widerstände gegen uns".

Erneute Suspendierung droht

Russland sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, Doping-Daten aus dem Moskauer Analyselabor manipuliert zu haben. Sie waren erst Anfang dieses Jahres zur Verfügung gestellt worden, um Dopingmissbrauch aufzudecken. Die Verantwortlichen müssen nun innerhalb der nächsten zwei Wochen Stellung dazu beziehen. Wenn sich der Vorwurf erhärten sollte, droht der RUSADA eine erneute Suspendierung.

Sie war erst vor gut einem Jahr aufgehoben worden - mit der Auflage, dass Russland die Doping-Daten und -Proben aus den Jahren 2012 bis 2015 an die WADA übergibt. Dies geschah erst nach einigem Zögern zu Jahresbeginn.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.