Sport
17.08.2018

„Wir können uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen“

Die Vizeweltmeisterinnen Tanja Frank und Lorena Abicht heben am Sonntag ins Olympia-Revier in Japan ab.

Die österreichischen Segler liegen auf Kurs: Vier Olympia-Nationentickets waren möglich bei der WM im dänischen Aarhus, zwei waren realistisch, und zwei wurden eingefahren. Als Zugabe haben Tanja Frank und Lorena Abicht im 49erFX Silber gewonnen, die erste österreichische Medaille in dieser Klasse.

Der personelle Umbau nach den Sommerspielen in Rio de Janeiro ist gelungen, weshalb Georg Fundak, der Sportdirektor des Segelverbandes, „eine ganz große Freude“ hat. Zumal ja auch noch die 470er-Herren Bildstein/Hussl lange auf Kurs lagen für ein Olympia-Ticket, und das, obwohl sie in den letzten zwei Jahren insgesamt 17 Monate lang mit Verletzungen zu kämpfen hatten. „Das Fundament hat einfach noch nicht gereicht, aber sie sind ein sehr arbeitswilliges, talentiertes und junges Team, das hoffentlich viel gelernt hat“, sagt Fundak. „Und nächstes Jahr haben sie eine sehr große Chance auf das Ticket für Tokio.“

Erstes Abtasten

Zahlreiche Projekte hat der Verband inzwischen gestartet, weitere sind in Vorbereitung, damit die Medaillenserie eine Fortsetzung findet. Am Sonntag bricht eine 22-köpfige Reisegruppe nach Japan auf, ein Dutzend Segler und dazu Physiotherapeuten, Psychologe, Meteorologe und technische Berater, um sich mit dem olympischen Segelrevier vor Enoshima vertraut zu machen. Gleich nach der Ankunft beginnt das große Auspacken: Zwei Schiffscontainer mit Material gilt es wieder zusammenzubauen, fünfeinhalb Wochen lang wird dann getestet.

Tanja Frank, vor zwei Jahren in Rio de Janeiro noch (Bronze-)Vorschoterin von Thomas Zajac , ist inzwischen Steuerfrau, „und darüber, dass mir diese Umstellung gelungen ist, bin ich extrem froh. Ich wollte mir ja beweisen, dass ich auch auf dieser Position in der Weltspitze mitsegeln kann.“

Das ist ihr gelungen, und mit dieser Erfahrung weiß die 25-jährige Wienerin natürlich auch, woran es nun zu arbeiten gilt: „Wir müssen noch viel Starts und Starkwind üben, da ist noch nichts perfekt.“ Eine große Hilfe sind da die beiden anderen 49erFX-Boote: „Wir haben einen positiven Konkurrenzkampf“, sagt Vorschoterin Lorena Abicht, „und wir können uns noch lange nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen.“