Sport | Wintersport
03.04.2018

Ungarn als Bewährungsprobe für Österreichs Eishockey-Talente

In den ersten Testspielen auf dem Weg zur WM will Teamchef Bader gleich zehn Talente im Team debütieren lassen.

Mit zwei Testspielen gegen Ungarn startet Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft den Reigen an Länderspielen in Vorbereitung auf die WM von 4. bis 20. Mai in Dänemark. Am Mittwoch (18.30 Uhr) in Szekesfehervar wird ÖEHV-Teamchef Roger Bader eine extrem junge Mannschaft aufbieten, am Donnerstag (19.15) in Wien werden einige Routiniers das Team verstärken.

Neun Länderspiele hat der Verband fixiert - ein intensives Programm wie selten zuvor, um in Dänemark erstmals seit 2004 den Klassenerhalt zu schaffen. "Wir müssen lernen, mit hoher Intensität und mit hohem Tempo zu spielen", erklärte Bader.

In Ungarn, das sich für die Heim-WM der Division 1A in Budapest vorbereitet, werden die KAC-Spieler David Madlener, Steven Strong, Manuel Ganahl und Johannes Bischofberger noch fehlen. Sie werden im Retourspiel in Wien dabei sein. Die erkrankten Klagenfurter Martin Schumnig und Thomas Hundertpfund sollten dann wie auch Spieler der Vienna Capitals beim nächsten Trainingslager ab Sonntag in Innsbruck mit von der Partie sein.

Jüngstes Team aller Zeiten

Am Mittwoch will Bader zunächst zehn jungen Spielern zum Teamdebüt verhelfen, zwei sollen am Donnerstag folgen. "Das ist mit Garantie die jüngste Mannschaft aller Zeiten. Die sind alle zwischen 20 und 22. Vielleicht verlieren wir 0:10, was ich nicht glaube, aber es ist trotzdem richtig", meinte der Schweizer. Nur ganz wenige werden dann auch nach Kopenhagen mitfliegen. "Viele wissen, dass sie bei der WM wahrscheinlich nicht dabei sein werden. Aber jeder weiß, dass er profitieren kann", betonte Bader.

Einer, der gute Chancen auf einen Platz im WM-Kader hat, ist Daniel Woger. Der Stürmer hat mit den Graz 99ers den Einzug ins Play-off verpasst und absolviert seit drei Wochen unter Bader das Vorbereitungsprogramm. "Das Training hat im Vergleich zum Liga-Alltag schon eine andere Qualität, es ist intensiv und schnell. Es ist ein bisschen wie eine zweite Saisonvorbereitung", sagte der 30-Jährige. Denn im Mai wartet ein volles Programm mit sieben Spielen in zehn Tagen. "Das ist eine extreme Belastung, da muss jeder bereit sein. Die Spiele (bei der A-WM) sind schneller, intensiver. Das versuchen wir im Training zu imitieren."

Das Ziel im Dänemark ist klar. "Von der Mannschaft, vom ganzen Verband, von der Liga, von jedem Spieler ist es das Ziel, dass wir den Klassenerhalt schaffen", erklärte Woger. Zunächst gilt es aber, sich einen Platz im WM-Kader zu erkämpfen. Die erste Chance dafür bietet sich in dieser Woche zweimal gegen Ungarn.