Sport | Wintersport
05.09.2018

Tschechiens Skiverband streitet mit Olympiasiegerin Ledecka

Die Ski-Alpin- und Snowboard-Olympiasiegerin hat ihren "Marketinwert dramatisch gesteigert" - und kämpft um Werbeeinnahmen.

Tschechiens Skiverband und sein Topstar Ester Ledecka streiten um Werbeeinnahmen. Hintergrund ist ein neuer Vertrag für die 23-Jährige, die im Februar mit ihrem Doppel-Olympiasieg im Alpin-Super-G und im Snowboard-Parallel-Riesenslalom Sportgeschichte geschrieben hatte.

Im Streit zwischen Ledeckas Agentur und dem Skiverband geht es um die Aufteilung der Werbeflächen auf dem Rennanzug und Helm sowie die Wahl des Skiherstellers. "Nach den Olympischen Spielen hat sich der Marketingwert Esters dramatisch gesteigert - und jetzt geht es darum, wer wie viel vom Kuchen abbekommt", erklärte Jiri Kejval, der Leiter des Nationalen Olympischen Komitees, am Mittwoch im Sender CT24. Das Geld komme nicht den Funktionären, sondern der Entwicklung des ganzen Verbandes zugute.

Der Skiverband wies den Vorwurf zurück, er hindere Ledecka daran, während ihrer Vorbereitungsphase in Chile unter der tschechischen Flagge anzutreten, solange die Vertragsfrage nicht geklärt sei. "Wir weisen die beispiellose Anschuldigung zurück, dass wir Ester Ledecka erpressen", sagte der Verbandsvorsitzende Lukas Sobotka der Agentur CTK.