Die überraschenden Silbernen: Lisa Hauser, Dunja Zdouc, Simon Eder und David Komatz (vo.li.)

© REUTERS/BORUT ZIVULOVIC

Sport Wintersport
02/10/2021

Sensationeller WM-Erfolg für Österreichs Biathleten

Zum WM-Auftakt gibt es in der Mixed-Staffel Silber für David Komatz, Simon Eder, Dunja Zdouc und Lisa Hauser.

8, 6, 4, 2 - Silber. Das war de Erfolgsformel für einen der größten Erfolge im österreichischen Biathlonsport. Zum Auftakt der Weltmeisterschaften im slowenischen Pokljuka erreichten die Österreicher Platz zwei. David Komatz übergab als Achter, Simon Eder als Sechster, Dunja Zdouc als Vierte - und Lisa Hauser lief als Zweite durchs Ziel.

Es war die 19. WM-Medaille für Österreich, nur zwei Mal hatte es Gold gegeben (Rottmann 2000 in Oslo und Landertinger 2009 in Pyeongchang). Zdouc und Hauser sind überhaupt die ersten Frauen nach Andrea Grossegger (Bronze 1984 in Chamonix), die eine Biathlon-Medaille holen konnten.
 

Starke Leistung am Schießstand

Grundlage des Erfolgs war die großartige Arbeit auf dem Schießstand, wo das Quartett 42 Schüsse abgegeben hat, sich also nur zwei Nachlader leisteten. Das waren mit Abstand die wenigsten des Bewerbs.

Österreich ging mit der Nr. 11 an den Start, weil in der einzigen Weltcup-Mixstaffel in dieser Saison dieser Rang belegt wurde. 27 Nationen traten bei der Mixed-Staffel an, weil die Herren diesmal begannen, mussten auch die Damen 7,5 (und nicht 6) Kilometer laufen.

Startläufer David Komatz zeigt sich als solider Schütze, hatte nur einen Nachlader (liegend) und übergab als Achter, 30 Sekunden hinter Weißrussland. Routinier Simon Eder traf mit allen zehn Schüssen die Scheiben, übergab als Sechster mit  einer Minute Rückstand an Dunja Zdouc. Die gute Schützin blieb ebenfalls fehlerlos und schickte Schlussläuferin Lisa Hauser mit 57 Sekunden Rückstand als Vierte zeitgleich mit Schweden in die Loipe. Zdouc: "Das war heute eines meiner besten Staffelrennen".

Österreichs Top-Biathletin blieb liegend ohne Fehlschuss und hielt bei den letzten fünf Schüssen ihre Nerven im Zaum. Sie leistete sich stehend nur einen Nachlader und ging als Zweite auf die letzten Kilometer. Dort hatte sie ihre Verfolgerinnen aus Schweden und der Ukraine stets unter Kontrolle, lief als Zweite ins Ziel - und direkt in die Arme ihrer jubelnden Kollegen. 

Die Tirolerin hatte den Rückstand auf Norwegen (Sturla Holm Laegreid, Johannes Thingnes Bö, Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Röiseland) zwar auf 27 Sekunden reduziert, Gold war aber stets außer Reichweite gewesen.

"Es war ein beinharter Kampf und ich habe mich nicht wirklich locker gefühlt. Zuerst habe ich mir gedacht, mit 15 Sekunden Vorsprung geht sich die Medaille locker aus, aber es ist am Schluss noch ganz schön knapp geworden", resümierte Hauser. 

  1. Norwegen (Sturla Holm Laegreid, Johannes Thingnes Bö, Tiril Eckhoff, Marte Olsbu Röiseland) 1:20:19,3 Std. (0 Strafrunden+11 Nachlader)
  2. Österreich (David Komatz, Simon Eder, Dunja Zdouc, Lisa Hauser) +27,0 Sek. (0+2)
  3. Schweden (Sebastian Samuelsson, Martin Ponsiluoma, Linn Persson, Hanna Öberg) +30,6 (0+8)
  4. Ukraine +31,1 (0+8)
  5. Frankreich + 46,2 (1+10) 
  6. Italien +58,9 (0+6)
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