Sport | Wintersport
27.10.2018

Sechs Tore im Schlussdrittel: Fulminanter KAC stoppt Capitals

Im Schlussabschnitt machte der KAC ein 1:2 zu einem 7:2. Die Wiener verpassten einen neuen Startrekord

Der KAC hat den Siegeszug der Vienna Capitals in der Erste Bank Eishockey Liga beendet und damit einen neuen Rekord den Wienern verhindert. Die Rotjacken feierten am Freitag in der Klagenfurter Stadthalle dank eines fulminanten Schlussdrittels mit sechs Treffern einen 7:2-Sieg und fügten den Caps im 13. Saisonspiel die erste Niederlage zu.

Die Capitals waren nach Klagenfurt gefahren mit dem Ziel, ihren in der Vorsaison aufgestellten Startrekord (12 Siege) zu verbessern. Doch Kärnten ist kein guter Boden für ein Caps-Rekordspiel: im Vorjahr bezogen sie im 13. Spiel in Villach ihre erste Saisonniederlage, diesmal beim KAC.

Dabei waren die Caps auf gutem Weg. Zwei Drittel lang sahen die 4.225 Fans ein Traditionsduell auf Augenhöhe, in dem die Gäste leichte Vorteile hatten und mit einer 2:1-Führung ins Schlussdrittel gingen. Doch in dem spielte der KAC ganz groß auf und überrollte den überlegenen Tabellenführer.

Zur Verfügung gestellt von ServusTV:

Thomas Hundertpfund eröffnete mit dem Ausgleichstreffer (43.) den Torreigen. Nik Petersen (46./PP), Johannes Bischofberger (48.), Nik Kraus (52.), Mitch Wahl (53.) und Charles Gartner (54.) sorgten für einen Kantersieg, den die Fans mit in den letzten Minuten frenetisch feierten.

Schlussdrittel "enttäuschend"

"Über das Ende unserer Serie mache ich mit ebenso keine Gedanken wie davor, als wir noch ungeschlagen waren", meinte Capitals-Trainer Dave Cameron über das Ende der Siegesserie. Vielmehr ärgerte er sich über die Art und Weise, wie sein Team im Finish agiert hat. "Unsere ersten beiden Drittel waren gut. Im Schlussdrittel hat ein Fehler meiner Mannschaft beim Backcheck zum Ausgleich der Kärntner geführt und dann sind wir anschließend in Unterzahl erstmals in Rückstand geraten. Enttäuschend war, dass meine Burschen in dieser Phase unseren Goalie Jean-Philippe Lamoureux im Stich gelassen und nicht gut genug vor ihm verteidigt haben", sagte Cameron.

KAC-Coach Petri Matikainen war ob des höchsten Siegs seit November 2017 hoch zufrieden: "Im Schlussdrittel brachen dann förmlich alle Dämme und ich bin sehr glücklich für unsere Mannschaft, dass ihre harte Arbeit heute auch in Toren ihren Niederschlag fand. Es war ein großer Sieg, aber wie ich es nach jeder Partie sage: Niemals zu hoch schweben, niemals zu tief fallen, morgen im Training müssen wir wieder fokussiert und konzentriert daran arbeiten, uns auf den nächsten Gegner vorzubereiten."

Die Graz 99ers feierten mit einem 4:3 gegen HC Innsbruck den fünften Erfolg in Serie und sind in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen. Die Steirer gerieten in Rückstand (11.), drehten dank Peter Weihager (15.), Daniel Oberkofler (33.) und Colton Yellow Horn im Powerplay (40./PP2) die Partie. Der zum Verteidiger umfunktionierte Oliver Setzinger, bester Tor-Vorbereiter der Liga, war an der Entstehung von allen drei Treffern beteiligt und hält nach 13 Spielen bei 17 Assists. Die "Haie" schafften zwar durch Nik Ross (48./PP) und Philipp Lindner (51.) noch den Gleichstand, doch Ty Loney fixierten in der 54. Minute den Sieg.

VSV verliert schon wieder

Die Black Wings Linz kämpften sich mit einem 5:4-Heimsieg gegen Medvescak Zagreb aus dem Tief. Die Oberösterreicher lagen schon mit 0:3 (23.) zurück, schafften aber mit fünf Treffern in Serie das Comeback. Für den Halbfinalisten der vergangenen Saison war es der zweite Sieg aus den jüngsten sechs Spielen.

Salzburg feierte mit einem 4:3 über Dornbirn bereits den achten Sieg in den jüngsten neun Spielen. Die Bullen führten 3:0, ehe Dornbirn eine Aufholjagd startete, die Brock Trotter 69 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem Ausgleich zum 3:3 abschloss. Doch nur 18 Sekunden später erzielte Ryan Duncan den Siegestreffer für Salzburg und besiegelte die Dornbirns neunte Niederlage in Serie.

Die Villacher kassierten mit einem 1:2 beim HCB Südtirol die vierte Niederlage en suite. Den entscheidenden Treffer erzielte Mike Blunden im Powerplay (58.).