Sport | Wintersport
28.11.2017

Olympische Spiele: Österreich in Rot-Weiß-Grau

Am Dienstag wurde die Bekleidung für die Olympia-Teilnehmer vorgestellt.

Die heimischen Athleten werden bei den Olympischen und Paralympischen Spielen im kommenden Jahr in Pyeongchang in den Farben Rot, Weiß und Grau auftreten. Am Dienstag wurde die Bekleidung für die Olympia-Teilnehmer in Salzburg erstmals vorgestellt. Insgesamt erhält jeder Sportler 70 Teile im Wert von rund 6.300 Euro, sagte ÖOC-Präsident Karl Stoss bei der Präsentation.

"Zum Glück haben wir in Sachen Übergepäck mit den Korean Airlines spezielle Absprachen und Konditionen", scherzte Stoss. Zehn Ausrüstungspartner zeichnen für die Bekleidung der Sportler verantwortlich. Erstmals liefert der französische Bergsport-Spezialist Millet die Wärmebekleidung, die Funktionsbekleidung kommt wie schon in den vergangenen Jahren von Erima. Die Marke Eisbär ist als Ausstatter für die Kopfbedeckung wieder ins Team zurückgekehrt.

Die Sportler zeigten sich nach der ersten Anprobe sehr angetan: "Mir gefällt, dass die Farben Rot und Weiß dominieren. Die Sachen sind sehr funktionell", sagte beispielsweise Markus Salcher, der im Ski Alpin-Team bei den Paralympischen Spielen seine Form unter Beweis stellen will. Sein Ziel: "Eine Medaille, egal welche Farbe", sagte Salcher zur APA. Auch Skeleton-Vize-Europameisteirn Janine Flock lobte die Kleidung: "Es fühlt sich gut an", sagte sie. "Da bin ich für Wind und Wetter gut ausgerüstet." Rodel-Doppel-Weltmeister Wolfgang Kindl, der ebenfalls zufrieden mit dem modischen Olympia-Outfit ist, freut sich schon auf die Olympischen Wettkämpfe.

Kirchgasser und der Turbo

Nicht ganz zufrieden ist Skisportlerin Michaela Kirchgasser mit ihren bisherigen Leistungen. "Ich sollte schön langsam einen Turbo erwischen", sagte sie. Eine Olympia-Medaille wäre für sie ein Traum. "Bis Träume wahr werden, muss man hart arbeiten", meinte Kirchgasser. Sie verriet, dass sie sich besondere Bekleidungsstücke früherer Saisonen als Erinnerungsstücke aufhebe. "Das bekommt mit den Jahren viel mehr Bedeutung", sagte sie.

Noch ein bisschen an seiner Form arbeiten will der nordische Kombinierer Mario Seidl: Nach drei Wochen in Finnland sei er sehr zufrieden mit den Leistungen auf der Schanze. Beim Laufen würden ihm aber die letzten zwei, drei Prozent fehlen, damit er im Rennen beim letzten Anstieg um einen Stockerlplatz mitlaufen kann. "Es schaut gut aus. Der sportlich-legere Look gefällt mir gut", freute sich Snowboarder Andreas Prommegger über die neue Olympia-Bekleidung.

Die offizielle Einkleidung des Olympic Teams Austria wird in den beiden Tagen nach der endgültigen Nominierung des Olympia-Kaders am 22. Jänner in Wien stattfinden. Für Fans gibt es übrigens ab sofort die Möglichkeit, die Kollektion im Handel zu kaufen.