KAC und Linz stellen auf 2:0

Eishockey: Während der KAC gegen Zagreb sicher gewinnt, müssen die Black Wings in Laibach in die Overtime.

Selbst die Torhüter Kristan (Zagreb/li.) und Andy Chiodo (KAC/re.) mischten kräftig mit. Im 2. Drittel des ersten Semifinales zwischen Zagreb und dem KAC kam es zu einer Prügelorgie. Nach einem bösen Foul von Banham (Zagreb) an Stefan Geier (KAC) flogen die Fäuste. Das Mitteldrittel musste daraufhin vorzeitig abgebrochen werden, es hagelte Spieldauer-Strafen für beide Seiten. Als die Massenschlägerei ausbrach, lagen die Klagenfurter 3:0 in Führung und die Nerven der Zagreber blank. Bereits in den ersten Spielminuten drängten die Kroaten den KAC bei zwei Powerplay-Möglichkeiten ins eigene Drittel. Der KAC überstand die Drangperiode und ging überraschend durch Koch in Führung (12.). Die Kärntner stellte das Spiel praktisch auf den Kopf. Medvescak fiel danach zurück und fing sich nach einer defensiven Unachtsamkeit durch Raphael Herburger (29.) einen weiteren Gegentreffer ein. Als Manuel Geier im Powerplay (37.) einen Rebound zum 3:0 verwertete, war es um das Nervenkostüm der Hausherren endgültig geschehen. KAC-Goalie Chiodo dufte sich am Ende über ein Shutout und einen 4:0-Auswärtssieg freuen. Am Donnerstag geht's ins Klagenfurt weiter. Die KAC feierte dank dreier Powerplay-Tore einen 4:1-Heimsieg.

Der KAC und die Black Wings Linz sind auf dem Weg ins Finale bei der Hälfte angelangt. Der Rekordmeister aus Klagenfurt gewann das Heimspiel gegen Zagreb mit 4:1, stellte ebenso wie die Linzer, die in Laibach nach Verlängerung gewannen, in der Serie auf 2:0.

Drei Tore im Powerplay - das ist dem KAC heuer noch nicht gelungen. Die unsaubere Spielweise der Kroaten bescherte insgesamt elf Überzahlmöglichkeiten. Die vierte (durch Koch in der 13.), die sechste (Siklenka, 27.) und die neunte (Schuller, 33.) wurden zu einer 3:0-Führung genutzt.

Als der Russe Truchno auf 3:1 verkürzte (45.), geriet der KAC kurz in Bedrängnis. Aber ein erneut starker Chiodo ließ keinen weiteren Treffer mehr zu. 83 Sekunden vor dem Ende stellte Lammers mit einem Emty-Net-Tor den Endstand her.

Linz vergab in Laibach zunächst eine 3:1-Führung, doch Irmen traf in der ersten Minute der Verlängerung.

Der Strafsenat der Erste Bank Eishockey Liga verhängte über die Trainer Christian Weber (KAC) und Marty Raymond (Zagreb) bedingte Sperren von je zwei Spielen. Beide hätten bei einer Massenschlägerei nicht verhindert, dass weitere Spieler auf das Eis sprangen.

Erste Bank Eishockey-Liga - Halbfinale (best-of-seven), 2. Spiel:

KAC - Medvescak Zagreb 4:1 (1:0,2:0,1:1)
Klagenfurter Stadthalle, 4.970, SR Fussi/Veit
Tore: Kalt (15./PP), Siklenka (27./PP), Schuller (34./PP), Lammers (59./EN) bzw. Truchno (45.). Strafminuten: 6 bzw. 22 plus 10 Kostovic.
Stand in der Serie: 2:0. Drittes Spiel am Sonntag (17.30 Uhr) in Zagreb.

Olimpija Ljubljana - Black Wings Linz 3:4 n.V.
(1:2,1:1,1:0/0:1).
Ljubljana, 5.000, Gebei/Potocan
Tore: Hughes (2.), Groznik (27.), Cole (50.) bzw. Murphy (5.), Mayr (15.), Keller (23./PP), Irmen (61.)
Strafminuten: 4 plus 10 McBride bzw. 6 plus 10 Hisey
Stand in der Serie: 0:2. Drittes Spiel am Sonntag (17.30 Uhr) in Linz.

(kurier) Erstellt am
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