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Sport Wintersport
10/01/2019

Grabner blickt trotz kaputter Pupille optimistisch voraus

Villacher kämpft ab Donnerstag mit Arizona um Einzug ins NHL-Play-off. Sein Auge hat bleibende Schäden.

Michael Grabner hat in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL eine Saison zum Vergessen hinter sich. Nach einer am 1. Dezember erlittenen Augenverletzung musste der Stürmer bis März pausieren und verfehlte mit den Arizona Coyotes um vier Punkte den Aufstieg ins Play-off.

Am Donnerstag, zwei Tage vor seinem 32. Geburtstag, startet der Villacher Stürmer mit einem Augen-Handicap, aber großen Hoffnungen in seine elfte NHL-Saison. Im Interview spricht er über seinen seinen gesundheitlichen Zustand und seine Erwartungen

Wie geht es Ihrem Auge?
"Es ist so wie zu Saisonende, nicht verbessert, aber auch nicht verschlechtert. Es ist nicht mehr so, wie es war, aber gut genug zum Spielen. Die Pupille wird kaputt bleiben, aber der Körper gewöhnt sich daran. Manchmal merkt man es mehr, manchmal weniger."

Was war das Schlimme an der Verletzung?
"Ich habe einen Schläger ins Auge bekommen. Es war eine unglückliche Verletzung, die passiert nicht so oft. Ich habe ein Monat gar nichts gesehen, dann nur Schatten. Das Auge ist weit herausgestanden, weil viel Blut im Auge war."

Die Mannschaft hatte insgesamt viel Verletzungspech, dennoch wurde das Play-off nur knapp verpasst.
"Man hat gesehen, dass jeder, der reingekommen ist, geholfen hat und die Mannschaft in den Vordergrund gestellt hat. Wir müssen alle so weiterspielen und dürfen nicht glauben, dass es leichter wird, wenn alle fit sind. Das wird das wichtigste sein."

Mit welchen Zielen gehen Sie in die neue Saison?
"Wir wollen ins Play-off kommen, dann kann alles passieren, wie man (am Beispiel St. Louis) gesehen hat. Wir haben viele gute Spiele gespielt und waren bis zu den letzten zwei Spielen dran. Wir müssen uns erinnern, was uns erfolgreich gemacht hat, und darauf aufbauen."

 

Das war in der vergangenen Saison wohl die Defensive?
"Die Defensive war gut. Wir haben in den letzten 20, 30 Spielen eine Identität gefunden, da war es schwer, gegen uns zu spielen. Aber wir hatten Probleme mit dem Toreschießen, gut dass ein Spieler wie Phil Kessel geholt worden ist."

Was darf man von ihm erwarten?
"Jeder ist froh, wenn gute Spieler dazu kommen. Er ist ein sehr guter Spieler und wird uns im Powerplay helfen. Für junge Spieler ist es gut, so einen Spieler zu haben, und von ihm was zu lernen. Aber wir müssen realistisch bleiben und alle Tore schießen."

Arizona hat mit Milliardär Alex Meruelo einen neuen Haupteigentümer bekommen. Wie könnte sich das auswirken?
"Er will schauen, dass die Mannschaft erfolgreich ist und in Arizona bleibt. Eishockey ist hier bei der Jugend gewachsen, auch mein Sohn spielt Eishockey. Da ist es wichtig, dass so einer kommt, der die Mannschaft hier halten will."

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