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Sport Wintersport
01/22/2020

Eiskunstlauf: Ziegler/Kiefer laufen auf EM-Platz sechs

Die Burgenländerin und der Salzburger zeigten in Premstätten eine persönliche Bestleistung. Drei russische Paare liegen vorn.

Miriam Ziegler und Severin Kiefer haben bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Graz-Premstätten am Mittwochabend einen Start nach Maß erwischt: Sie erhielten für ihre gelungene Darbietung die persönliche Bestnote von 67,90 Punkten, auf Rang drei fehlen den Sechstplatzierten nur 5,6 Zähler.

„Es war eine Anspannung, da, da wir zu Hause vor so vielen Menschen laufen und wissen, dass das Kurzprogramm diese Saison nicht unsere Stärke war“, sagte Ziegler.  Dementsprechend emotional und freudig war die Reaktion der beiden am Programmende, Kiefer hatte auch schon während der knapp drei Minuten langen Präsentation die Faust geballt.

In Führung: Das russische Paar Boikowa/Koslowskij (82,34) vor ihren Landsleuten Pawliutschenkowa/Chodikin (74,92) und Tarasowa/Morosow (73,50).

Zadron stürzt

Der für Österreich angetretene Maurizio Zandron hat die Kür der Herren verpasst. Unter 35 Aktiven wurde der 27-Jährige am Mittwoch 28., die von Michal Brezina (CZE) angeführten Top 24 erreichten die für Donnerstag (18.30 Uhr) angesetzte Kür. Mit seiner Bewertung von 62,45 Punkten fehlten Zandron 2,76 Zähler auf den Aufstieg.

Ausschlaggebend war ein Sturz beim Dreifachen Rittberger, seinem vierten von sieben Kurzprogramm-Elementen. Die Sprung-Kombinationen davor zur Musik "That's Life" mit einem - allerdings unsicher gelandeten - Dreifach-Axel sowie einer Kombination aus Dreifach-Lutz und Dreifach-Toeloop hatte der Lokalmatador recht gut hinbekommen, beim vermeintlich für ihn einfachsten Sprung musste er aber auf das Eis der Steiermarkhalle.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht, das ist eigentlich ein leichter Sprung", sagte Zandron auf Nachfrage der APA - Austria Presse Agentur. "Vielleicht habe ich ein bisschen meinen Fokus verloren, deswegen habe ich diesen Fehler gemacht." Ohne den Anzug von vier Punkten für diesen Fehler wäre sich die Qualifikation für die Medaillenentscheidung ausgegangen. So bleibt Rang 19 aus 2017 Zandrons beste EM-Leistung, als er noch für Italien gestartet war.

Ein bisschen Nervosität

Italiener ist er noch immer, strebt aber die österreichische Staatsbürgerschaft an. Die braucht er für die anvisierte Olympia-Teilnahme 2022, wogegen es auf EM-Niveau auch ohne geht. Der in Innsbruck stationierte Zandron war zuletzt in beiden seiner in Österreich absolvierten Saisonen Staatsmeister, betreut wird er von Franca Bianconi und Claudia Houdek. Ihr war die Enttäuschung über die verpasste Chance ebenfalls anzumerken.

"Er hat die für ihn sehr schweren Elemente vorneweg sehr gut gemacht. Beim Dreifach-Axel war eine kleine Unsicherheit, die hat er aber gut korrigiert", erläuterte Houdek. "Er ist dann (zum Dreifach-Rittberger, Anm.) ein bisschen vorsichtig ran und hat den Absprung verpasst. Ich glaube, es war ein bisschen Nervosität dabei." Sie sei deswegen enttäuscht, da er das verpatzte Element sonst sehr gut beherrsche, es in jedem Training geklappt habe.

Zandron räumte ein, dass der Druck für ihn spürbar gewesen sei. "Es ist nicht leicht, bei diesen Wettkämpfen all diese Sprünge zu machen." Ein Nachteil sei zudem gewesen, dass er in die zweite von sechs Gruppen gelost worden war. In früheren Gruppen werde für gewöhnlich niedriger gewertet. So oder so wäre der Jus-Student auch ohne Sturz nicht an seine aus dem vergangenen September stammende Kurzprogramm-Bestleistung herangekommen.

Brezina setzte sich durch

Die rund 5.000 Zuschauer fassende Halle am Schwarzl-See war erst im Laufe des am späten Vormittag begonnenen Programms etwas besser besucht, unter den Fans befand sich auch der Anhang Zandrons. Der muss nun allerdings eben auf seine Kür-Interpretation zu "Alice in Wonderland" verzichten, ebenfalls gespickt mit einem Dreifachen Rittberger sowie sonst zwei Dreifach-Axel, zwei Dreifach-Lutz, einen Dreifach-Flip und einen Doppel-Axel.

Brezina setzte sich mit 89,77 Punkten mit einer mitreißenden Vorstellung zur Musik von "Baby did a bad thing" doch überraschend durch, seine einzige EM-Medaille hatte er vor schon sieben Jahren geholt. Höhepunkt seines Programms war eine Kombination aus Vierfach-Salchow/Dreifach-Toeloop. Auf die Plätze kamen die Russen Dmitrij Alijew (88,45) und Artur Danjeljan (84,63). Co-Favorit Kevin Aymoz (FRA) stürzte ab, verpasste als 26. gar die Kür.

Die Kür der Paare wie der Beginn des Damenbewerbs ist für Freitag eingeplant. Da Österreich im Eistanz nicht dabei ist, hat das Gastgeberland am Donnerstag keinen Aktiven im Einsatz.

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