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04.04.2017

Kritik der Stars an NHL-Nein zu Olympia

Die Liga und die Teambesitzer hätten nur „die Dollar-Zeichen“ gesehen.

NHL-Stars haben mit deutlicher Kritik auf das Nein der weltbesten Eishockey-Liga zu Olympia 2018 reagiert. "Die Spieler sind außerordentlich enttäuscht und lehnen die kurzsichtige Entscheidung der NHL, uns nicht weiter an Olympia teilnehmen zu lassen, entschieden zurück", heißt es in einem Statement der Spielervereinigung der NHL.

„Das ist eine riesige Enttäuschung und wirklich fürchterlich. Das ist schwer zu akzeptieren“, sagte der kanadische Olympiasieger von 2014, Carey Price, nach der umstrittenen Entscheidung der nordamerikanischen Profiliga am Montagabend, ihre Spieler im kommenden Jahr nicht für Olympia freizugeben. Zuletzt hatte die NHL fünf Mal hintereinander für die Winterspiele eine Pause eingelegt.

Der Torhüter der Montreal Canadians warf der Liga und den Teambesitzern vor, nur „die Dollar-Zeichen“ gesehen zu haben. „Man muss dabei aber auch die menschliche Seite betrachten“, sagte Price.

Der schwedische Torhüter Henrik Lundqvist äußerte sich auf Twitter ähnlich. „Eine riesige Möglichkeit, das Spiel auf dem höchsten Level zu verankern, wurde einfach weggeworfen“, twitterte der Olympiasieger von 2006.

Auch erhebliche finanzielle Zusagen des IOC und des Weltverbandes IIHF hatten die NHL nicht dazu bewegen können, die kommende Saison erneut für den als unattraktiv angesehenen Markt in Südkorea zu unterbrechen.

„Das muss eine große Enttäuschung für die Spieler sein, die auf jeden Fall bei den Olympischen Winterspielen Pyeongchang 2018 spielen wollten. Das IOC fühlt mit den Athleten“, heißt es in einer Stellungnahme des IOC.

Die Entscheidung sei umso bedauerlicher, weil der IIHF der NHL die gleichen Bedingungen wie bei den früheren Olympischen Spielen angeboten hatte, bei denen die Versicherungs- und Reisekosten abgedeckt waren. Das Internationale Olympische Komitee könne eine nationale Liga nicht besser behandeln als nicht gewinnorientierte internationale Sportverbände, hieß es vom IOC.