Sport | Wintersport
07.10.2017

Kraft kritisiert die neue Startregel: "Das taugt mir nicht"

Künftig führt auch für die besten zehn des Weltcups kein Weg an den Qualifikationen vorbei.

Vorbei die Zeiten, in denen sich die besten Skispringer der Welt noch in aller Seelenruhe auf den Wettkampf vorbereiten konnten und sich keine Sorgen um ihren Startplatz machen mussten. In der kommenden Saison erhöht sich der Druck, und damit auch die körperliche Belastung für die Könige der Lüfte. Denn die Top Ten der Weltcup-Gesamtwertung sind künftig nicht mehr fix qualifiziert und müssen wie die übrigen Kollegen in die Qualifikation. Nachdem die FIS die neue Startregel bereits im Sommer-Grand-Prix geprobt hatte, wurde die Reform nun auch offiziell abgesegnet.

Im österreichischen Adlerhorst sorgt die Änderung für wenig Gegenliebe. Schon in der Vergangenheit war Kritik am engen Terminplan und den zahlreichen Bewerben aufgekommen, durch die Reform stehen nun vor allem die Stars noch mehr in der Verantwortung. "Das taugt mir nicht", gibt Weltcup-Gesamtsieger Stefan Kraft zu. "Man darf nicht vergessen, dass die Besten ja auch noch Pressekonferenzen und Interviews geben müssen", mahnt ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin. "Die Regeneration wird jetzt noch eine größere Bedeutung bekommen."