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16.09.2018

Bozen gewann Neuauflage des EBEL-Finales gegen Salzburg

Auch die Capitals, Dornbirn und der VSV blieben in Runde zwei auf der Siegerstraße.

HCB Südtirol hat die erste Final-Revanche in der Erste Bank Eishockey Liga für sich entschieden. Der EBEL-Champion gewann am Sonntag das Duell mit Vizemeister Red Bull Salzburg auswärts mit 2:1 und führt als einziger Club mit dem Punktemaximum von sechs Zählern die Tabelle an. Auch die Vienna Capitals, Dornbirn Bulldogs und der VSV feierten ihren zweiten Sieg.

Die Caps besiegten Fehervar mit 4:2, die Villacher bezwangen Medvescak Zagreb mit 3:2 nach Verlängerung und Dornbirn drehte die Partie gegen die Black Wings Linz in der Schlussphase und siegte mit 3:2. Die Graz 99ers gewannen in Innsbruck mit 6:3.

In Salzburg sahen die Fans ein Spiegelbild der Finalserie, die Bozen mit 4:3 für sich entschieden hatte. Die Roten Bullen waren einmal mehr spielbestimmend, doch die Südtiroler vereidigten neuerlich sehr stark und zeigten vor dem gegnerischen Tor Effizienz.

Matthew MacKenzie brachte die Gäste mit einem Schuss, der Torhüter Lukas Herzog unter der Achselhöhle durchrutschte, in Führung (5.). Nach dem Ausgleich durch Ryan Duncan (9.), bei dem auch der ansonsten gute Bozen-Torhüter Stephen Michalek keine gute Figur machte, erzielte Mike Blunden (17.) den frühen Siegestreffer. Damit steht Österreichs Meister nach zwei Heimspielen noch ohne Punkt da.

Zudem hat Salzburg schon zu Saisonbeginn mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Michael Schiechl und Alexander Rauchenwald sind schon länger angeschlagen, Kapitän Matthias Trattnig fehlte wegen einer Knieverletzung und im Mitteldrittel ging auch Stürmer Raphael Herburger mit einer Bauchmuskelverletzung vom Eis.

Auch Capitals siegreich

In Wien mussten die Zuschauer zunächst Geduld zeigen. Die Partie begann mit 20 Minuten Verspätung, weil der Eismeister mit dem Zamboni gegen Bande und Plexiglas gefahren war. Danach legten die Caps los, dominierten das erste Drittel und gingen durch Benjamin Nissner (12.) in Führung. Im Mitteldrittel spielten aber die Ungarn auf und nutzten ein Nickerchen der Capitals-Defensive zum Ausgleich (24.).

Fehervar hatte einige Möglichkeiten auf den Führungstreffer, doch der gelang den Heimischen im Powerplay nach einer unnötigen Strafe von Torhüter Carruth MacMillan durch Taylor Vause (36.). Andreas Nödl erhöhte in Unterzahl auf 3:1 (42.), den Vorsprung brachte die Mannschaft von Dave Cameron danach sicher über die Zeit.

Die Linzer lagen in Dornbirn dank eines Doppelschlags durch Jonathan D'Aversa (29.) und Stefan Gaffal (32.) lange in Führung, verspielten im Finish aber den Vorsprung. Stefan Häußle (52.) und Michael Parks (57.) besorgten den Gleichstand, Brodie Reid schoss die Vorarlberger drei Sekunden vor der Schlusssirene zum Sieg.

Den zweiten Sieg nach Verlängerung im zweiten Spiel gab es für den VSV unter Trainer Gerhard Unterluggauer. Dem 4:3-Overtimesieg gegen Znojmo folgte bei der Heimpremiere ein 3:2 gegen Medvescak Zagreb. Matchwinner der Villacher waren Jerry Pollastrone mit zwei Toren (19., 40.) und Brandon Alderson mit seinem Treffer in der Verlängerung.

In Innsbruck gingen die 99ers früh in Führung (3.), gerieten aber bis zur 36. Minute mit 1:3 in Rückstand. Mit einem furiosen Finish im Mitteldrittel mit drei Toren innerhalb von 195 Sekunden schafften die Steirer jedoch die Wende und legten in den letzten Spielminuten noch zwei weitere Tore nach. Die Steirer feierten damit ihren ersten Sieg in Innsbruck seit Februar 2016.