Andy Murray of Britain reacts after defeating Fernando Verdasco of Spain in their Men's singles quarterfinal match at the All England Lawn Tennis Championships in Wimbledon, London, Wednesday, July 3, 2013. (AP Photo/Jonathan Brady)

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Wimbledon
07/05/2013

Murray fehlen zwei Schritte zum Titel

Andy Murray wankte, fiel aber nicht. Und deshalb bleibt er die große britische Hoffnung.

von Harald Ottawa

Da standen und saßen sie, blickten gespannt auf die Video-Wall und zitterten mit ihrem Helden. Nein, er ist nicht gescheitert, ihm ist nicht das passiert, was Roger Federer und Rafael Nadal passiert war.

Andy Murray ist in Wimbledon noch im Bewerb, weil er gegen den starken Spanier Fernando Verdasco einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg verwandelte. Die britischen Zuschauer, die sich am Mittwochabend am Henman-Hill nahe des Centre-Courts einfanden, werden am Freitag ähnlich vollzählig wiederkommen. Der Schotte trifft dann im Semifinale auf den polnischen Überraschungsmann Jerzy Janowicz. Es ist übrigens Murrays fünftes Semifinale beim prestigeträchtigsten Grand-Slam-Turnier der Welt. Und damit ist er schon vor dem Duell mit Melzer-Bezwinger Janowicz besser als Landsmann Tim Henman, der vier Mal im Semifinale stand, aber auch im Endspurt stets scheiterte. Über eine Umbenennung von Henman-Hill in Murray-Mountain wird übrigens jedes Jahr diskutiert, Insider wissen jedoch, dass spätestens im nächsten Jahr die Nummer zwei der Welt Namensgeber ihres Lieblingsplatzerls sein wird.

Druckausgleich

Beim Olympia-Turnier hat Murray in Wimbledon im Vorjahr triumphiert, jetzt soll er als erster Brite seit Fred Perry vor 77 Jahren auch das Major gewinnen. Das wird von ihm erhofft, ja verlangt. „Ich habe diesen Druck jedes Jahr“, sagt Murray, der im Vorjahr nach der Finalniederlage gegen Federer Tränen vergossen hat. „Aber der Druck beflügelt mein Spiel.“

Eines ist gewiss: Murray trifft wie schon im Vorjahrsfinale auf einen Publikumsliebling. Jerzy Janowicz punktet beim verwöhnten Tennispublikum nicht nur durch starke Aufschläge (fast 230 km/h) und gefühlvolle Volleys, sondern vor allem durch seine Emotionen, die er bislang auf dem Rasen auslebte. Nach dem Viertelfinalsieg über seinen Landsmann Lukasz Kubot war er überwältigt, kämpfte mit Freudentränen und zitterte am ganzen Leib. Polnische Sportgeschichte hat der 22-jährige Shooting-Star ja ohnehin schon geschrieben: Nie zuvor war ein Landsmann bei einem Major im Halbfinale gestanden.

Das zweite Semifinale bestreiten am Freitag der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic und der Argentinier Juan Martin del Potro.

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