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Sport
08/01/2012

Wiggins holte souverän Gold im Einzelzeitfahren

Auf der Türschwelle des Prunkpalastes von Englands früherem Herrscher Heinrich VIII.

hat sich Bradley Wiggins am Mittwoch endgültig zum größten britischen Sportler der Gegenwart aufgeschwungen. Zehn Tage nach seinem Sieg bei der Tour de France holte der 32-Jährige in der Heimat souverän Olympia-Gold im Einzelzeitfahren - zur Freude von Hunderttausenden Fans rund um den Hampton Court Palace.

Wiggins war nach Siegen in den beiden langen Tour-Zeitfahren als großer Goldfavorit nach London gekommen. Der dreifache Bahn-Olympiasieger hielt dem Druck stand. Wiggins triumphierte vor der eindrucksvollen Kulisse des Königspalastes an der Themse 42 Sekunden vor dem deutschen Weltmeister Tony Martin sowie 1:08 Minuten vor seinem Landsmann und Sky-Teamkollegen Christopher Froome. Für die 44 km im Südwesten der Metropole benötigte der Tour-Sieger 50:39,54 Minuten - ein Schnitt von 52,1 km/h.

Die Triumphfahrt durch den Spalier der Massen zum Schloss, das sich der streitbare Heinrich VIII. im 16. Jahrhundert angeeignet hatte, genoss Wiggins sichtlich. "Es kann nicht mehr besser werden. So etwas werde ich nie wieder erleben", erklärte der Nationalheld.

Martin lag bei der ersten Zwischenzeit sogar fünf Sekunden vor Wiggins. Der 27-jährige Deutsche zeigte sich von einem bei der Tour de France erlittenen Kahnbeinbruch unbeeindruckt, holte mit einer starken Leistung seine erste Olympia-Medaille. Cancellara dagegen musste einem Sturz im Straßenrennen Tribut zollen. Der Schweizer Mitfavorit kam nicht über Rang sieben hinaus, verlor 2:14 Minuten auf den Sieger.

Hunderttausende Fans waren gekommen, um ihrem neuen König zuzujubeln. Noch Stunden nach dem Zieleinlauf wurde der Triumphator belagert. Ein Ritterschlag durch die Queen dürfte nach den gezeigten Ausnahmeleistungen nur Formsache sein.

Mit seiner siebenten Olympia-Medaille - alle davor hatte er auf der Bahn geholt - avancierte Wiggins zum erfolgreichsten britischen Medaillensammler der Geschichte. Mit viermal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze übertraf der Radstar mit den markanten Koteletten die Ruder-Legende Steve Redgrave, die insgesamt sechs Medaillen geholt hatte, davon allerdings fünf in Gold.

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