Sport
12/05/2011

Warm: "Der Nervosität Tribut gezollt"

Die Stimmen zum EM-Spiel gegen Slowenien

Michael Warm (Teamchef Österreich): "Ich bin stolz auf das, was mein Team gespielt hat, auch wenn es nicht 100 Prozent unserer Leistungsfähigkeit war. Die Slowenen haben zwei EM-Turniere ohne Sieg gehabt, ehe es jetzt funktioniert hat. Ohne Lehrgeld zu zahlen, geht es nicht. Unsere Aufschlagleistung war diszipliniert und effektiv. Doch wir haben auch der Nervosität Tribut gezollt. Es waren eben unsere ersten vorsichtigen Schritte auf Europas Bühne, doch gegen die Türkei müssen wir stabiler und geduldiger spielen.

Im ersten Satz waren wir zu Beginn von der Angriffsleistung der Slowenen etwas geschockt, Guttmann hatte da Annahmeprobleme. Aber grundsätzlich war es richtig, ihn in diesem Spiel in die Grund-Sechs zu stellen. Schneider ist nach seiner Bauchmuskelzerrung soweit wieder fit, aber er muss gegen die Türken mehr Bälle bekommen. Ichovski hat in diesem Sommer einen sehr großen Sprung gemacht, er ist bei uns bei den Mittelblockern hinter Gavan Nummer zwei."

Veselin Vukovic (Teamchef Slowenien): "Dieser Sieg ist für unser Team sehr gut, es ist unser erster in der EM-Geschichte. Es war ein recht klarer Erfolg, Kompliment aber auch zur Leistung unseres Gegners. Es ist ein sehr gutes Team. Doch meine Spieler haben immer die Konzentration bewahrt, sich auch von einer Serviceserie der Österreicher im zweiten Satz nicht aus der Ruhe bringen lassen. Morgen gegen Serbien haben wir durch den Erfolg weniger Druck. Die Serben sind der klare Gruppenfavorit."

Tine Unraut (Kapitän Slowenien, Außenangreifer): "Es war ein sehr hartes Match. Aber wir haben in allen drei Sätzen gut begonnen und hatten beim ersten technischen Time-Out (Anm.: bei 8 Punkten für das führende Team) bereits einen schönen Vorsprung."

Philip Ichovski (Österreich, Mittelblocker): "Der Druck war nicht so hoch wie erwartet, aber mir ist schon die Gänsehaut gekommen. Es war ein sehr schönes Gefühl da zu spielen."

Thomas Zass (Österreich, Diagonalangreifer - zu seiner Service-Serie im 2. Satz): "Eine Riesenrolle hat die Halle gespielt, eine Riesenstimmung. Ich habe so was im Volleyball noch nicht erlebt. Die Zuschauer haben es mir gedankt, ich habe erstmals meinen Puls im Ohr gespürt."

Peter Kleinmann (ÖVV-Präsident): "Slowenien war stärker als wir, das haben wir gewusst. Es ist eine der Spitzenmannschaften in Europa. Wir haben über viele Phasen gut gespielt, toll gekämpft. Unser Spiel, wo es um alles geht, ist morgen. Knapp 6000 Zuschauer ist sicher Rekordbesuch für ein Spiel einer österreichischen Nationalmannschaft."

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