Vuelta: Roglic vor Gesamtsieg, Pernsteiner Tagesvierter

CYCLING-ESP-TOUR-VUELTA
Hermann Pernsteiner zeigt auf dem 20. Abschnitt mit mehr als 4.000 Höhenmetern erneut stark auf.

Der Slowene Primoz Roglic steht vor dem Gesamtsieg bei der Spanien-Radrundfahrt. Der Ex-Skispringer aus Slowenien verteidigte am Samstag auf der letzten Bergetappe seine klare Gesamtführung ein weiteres Mal souverän. Hermann Pernsteiner zeigte auf dem 20. Abschnitt mit mehr als 4.000 Höhenmetern erneut stark auf, der Niederösterreicher belegte beim dritten Tagessieg von Tadej Pogacar Rang vier.

Pernsteiner erreichte auf dem 20. Abschnitt von Arenas de San Pedro über 190 km mit sechs Bergwertungen zur Plataforma de Gredos zeitgleich mit dem Gesamtzweiten Alejandro Valverde und Rafal Majka das Ziel. Spitzenreiter Roglic kam einige Sekunden danach als Fünfter ins Ziel.

Der 29-Jährige führt vor dem Finale der 74. Vuelta am Sonntag mit einem Rundkurs in Madrid nun 2:33 Minuten vor dem spanischen Weltmeister, Ex-Vuelta-Sieger und -Dopingsünder Valverde. Neuer Dritter ist Roglic' Landsmann Pogacar. Der erst 20-Jährige verdrängte Valverdes Movistar-Teamkollegen Nairo Quintana und Miguel Angel Lopez (Astana) noch nach hinten.

Auch Großschartner stark

Jumbo-Visma-Kapitän Roglic war indes von seinen schärfsten Rivalen neuerlich nicht zu gefährden. Den im vorletzten Anstieg attackierenden Pogagar konnte er gefahrlos ziehen lassen. Der Jungspund gewann schließlich nach einer langen Solofahrt rund eineinhalb Minuten vor Valderde, Majka und Pernsteiner. Wie Bahrain-Profi Pernsteiner, der im Schlussanstieg sogar kurz von Roglic und Co. weggekommen war, lieferte mit Felix Großschartner (Bora) als 13. ein weiterer Österreicher erneut eine starke Vorstellung ab.

Im Gesamtklassement ist Pernsteiner weiterhin 15. Einen möglichen Top-Ten-Platz hatte er am Mittwoch durch den windkanten-bedingten Rückfall auf einer Flachetappe vergeben. Dennoch wird der frühere Mountainbiker nach seiner sturzbedingten Aufgabe im Vorjahr sein international wertvollstes Ergebnis anschreiben.

Roglic wird mit dem Gesamtsieg den größten Triumph seiner erst vor sechs Jahren begonnenen Rad-Karriere einfahren. 2017 und 2018 hatte er jeweils eine Etappe der Tour de France gewonnen. Im Vorjahr wurde er bei der Frankreich-Rundfahrt Gesamt-Vierter. Heuer steigerte sich der hervorragende Zeitfahrer mit exzellenten Kletterqualitäten noch, belegte beim Giro d'Italia Rang drei und gewann unter anderem die Tour de Romandie und die Fernfahrt Tirreno-Adriatico.

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