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Sport
08/06/2012

Usain Bolt in 9,63 Sek. erneut 100-m-Olympiasieger

Usain Bolt bleibt der schnellste Mann der Welt. Der 25-jährige Jamaikaner triumphierte am Sonntagabend in London im Olympia-Finale über 100 m in 9,63 Sekunden.

Damit wiederholte Bolt seinen Olympiasieg von Peking 2008 und blieb nur fünf hundertstel Sekunden über seinem Weltrekord. Dahinter landeten Weltmeister Yohan Blake aus Jamaika (9,75) sowie der US-Amerikaner Justin Gatlin (9,79).

Mit ausgebreiteten Armen ließ sich Bolt von 80.000 Zuschauern umjubeln, fiel auf die Knie, küsste die Bahn, auch ein Purzelbaum folgte auf der Ehrenrunde. "Ich habe eine Menge aus den Trials gelernt, ich musste mich einfach konzentrieren, ich wusste, was ich kann. Ich bin sehr zufrieden. Wenn es auf den Moment ankommt, dann kann ich das leisten, was ich leisten muss", betonte Bolt. "Ich hatte große Hoffnungen, ich wollte gewinnen, aber ich danke Gott für die Silbermedaille", meinte der zweitplatzierte Blake.

Jamaika feiert am 6. August den 50. Unabhängigkeitstag, Bolt feierte bereits am 5. August seine Wiederauferstehung. Der 25-Jährige ist nach dem US-Amerikaner Carl Lewis 1984 und 1988 erst der zweite Athlet der Sommerspiel-Geschichte, der einen Olympiasieg über 100 m wiederholt hat. Archie Hahn (USA) gewann 1904 und 1906, allerdings werden die Zwischenspiele 1906 offiziell nicht anerkannt.

Der kleine Stolperer von Bolt nach dem Start des London-Vorlaufes hatte Erinnerungen aufkommen lassen. Vor einem Jahr bei der WM in Daegu hatte er der Menge im Stadion einen kollektiven Schock versetzt, als er nach einem Fehlstart im Finale disqualifiziert worden war. Landsmann Blake nützte die Gunst der Stunde und holte Gold. Spätestens seit er heuer Bolt in der nationalen Olympia-Ausscheidung besiegt hatte, rochen viele eine mögliche Sensation auch bei den Sommerspielen.

Doch Bolt beschwichtigte. "Leute, ich sage euch. Es geht doch nur um die große Meisterschaft, es geht nicht um die Trials." Und Bolt machte es am Sonntagabend besser als in Südkorea, besser als in Kingston. Viel besser.

Der dreifache Olympiasieger von Peking 2008 und dreifache Weltmeister von Berlin 2009 präsentierte sich schon vor dem Halbfinale bestens gelaunt, wärmte mit Blake auf, die beiden plauderten und lachten. In seinem Lauf sandte Bolt dann eine Message aus, trabte locker zu 9,87. Keine Spur von einer Muskelblessur im Oberschenkel. Auch vor dem Finale scherzte er, machte seine Mätzchen, wirkte locker wie lange nicht. Und im Finale machte er alles richtig.

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