Sport
06.09.2018

Osaka und Nishikori sorgen für japanischen Festtag bei US Open

Der Japaner setzte sich in fünf Sätzen durch. Seine Landsfrau Naomi Osaka steht erstmals unter den letzten Vier.

Kei Nishikori steht zum dritten Mal in seiner Karriere im Halbfinale der US Open. In der Neuauflage des Endspiels von 2014 schlug der Japaner Marin Cilic aus Kroatien mit 2:6, 6:4, 7:6 (7:5), 4:6 und 6:4. In der nächsten Runde wartet nun Novak Djokovic, der Federer-Bezwinger John Millman bezwang.

In einer Neuauflage des von Cilic gewonnenen New-York-Endspiels 2014 kristallisierte sich bis in den Entscheidungssatz kein Favorit auf den Aufstieg heraus. Nishikori vergab da auch noch eine 4:1-Führung, schaffte aber in Folge und nach einer Gesamtspielzeit von 4:08 Stunden das entscheidende Break. Es ist das insgesamt dritte US-Open-Halbfinale von Nishikori nach 2014 und 2016 - also im Zweijahresrhythmus.

Premiere für Osaka

Die Japanerin Naomi Osaka steht erstmals im Halbfinale der US-Open in New York. Die 20-Jährige ließ am Mittwoch in der Runde der letzten acht der ungesetzten Ukrainerin Lesia Zurenko keine Chance und gewann nach nur 57 Minuten 6:1,6:1. In der Vorschlussrunde trifft die als Nummer 20 gesetzte Osaka auf Madison Keys (USA-14) oder Carla Suarez Navarro (ESP-30).

Osaka, die im März in Indian Wells ihren ersten Einzeltitel geholt hat, ist die erste Japanerin in einem Grand-Slam-Halbfinale seit 22 Jahren. Zuletzt hatte das 1996 Kimiko Date in Wimbledon geschafft. Osaka wirkte äußerlich gelassen. „Innerlich bin ich ausgeflippt, mein ganzer Körper hat gezittert. Deswegen bin ich glücklich, dass ich gewonnen habe“, sagte Osaka, die im Alter von drei Jahren in die USA kam, in Florida lebt und auch die US-Staatsbürgeschaft besitzt.Ihr Vater stammt aus Haiti, ihre Mutter aus Japan, wo Osaka geboren wurde. Fragen japanischer Journalisten versteht sie zwar, beantwortet sie aber lieber auf Englisch.

Rücktritt von Schiavone

Die Italienerin Francesca Schiavone hat am Mittwoch das Ende ihrer Tennis-Karriere verkündet. Die 38-Jährige gewann 2010 die French Open in Paris und stieß 2011 bis auf Platz vier der Weltrangliste vor. In ihrer 22-jährigen Profilaufbahn holte sich acht WTA-Einzeltitel, den ersten 2007 in Bad Gastein. Ihr letztes Match bestritt Schiavone im heurigen Juli in Gstaad.