Sport 05.12.2011

Triathlet Weiss schweigt vorerst zu Schuldspruch

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Der von der Unabhängigen Schiedskommission am Dienstag wegen eines sechs Jahre zurückliegenden Doping-Vergehens für zwei Jahre bis Ende November 2013 gesperrte Triathlet Michael Weiss wird sich vorerst nicht zum Inhalt des Urteils äußern.

Wie der in den USA lebende Niederösterreicher am Mittwoch der APA sagte, will er erst in einigen Tage zu dem für ihn überraschenden Schuldspruch Stellung nehmen.

Ob er das zweitinstanzliche Urteil beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne anfechten wird, ließ Weiss vorerst noch offen. Der österreichische Ironman-Rekordhalter hat den Vorwurf, im Jahr 2005 gemeinsam mit Ex-Radprofi Bernhard Kohl in der Plasmapherese-Station Humanplasma zum Zweck des späteren Dopings Blut abgegeben zu haben, stets als unwahr zurückgewiesen.

Die fünfköpfige USK urteilte am Dienstag, dass der "aus Formalgründen" erfolgte Freispruch in erster Instanz durch die Rechtskommission der Nationalen Anti-Doping Agentur nach "Beweisergänzung" zu revidieren sei. Worin diese neuen Beweise bestehen, wurde nicht bekanntgegeben. Eine Möglichkeit sind die von Kohl oder anderen Zeugen vor der Rechtskommission noch verweigerten Aussagen, oder für den Fall relevante Gerichtsakten.

Die Schiedskommission war tätig geworden, nachdem die NADA selbst und der Österreichische Radsport-Verband den "im Zweifel" zuerkannten Freispruch des ehemaligen Mountainbikers im vergangenen September beeinsprucht hatte.

Erstellt am 05.12.2011