Gregor Mühlberger (li.) musste Simon Yates den Vortritt lassen. 

© REUTERS/CHRISTIAN HARTMANN

Sport
07/18/2019

Tour de France: Mühlberger schrammt am Etappensieg vorbei

Der Niederösterreicher muss sich im Schlussspurt der zwölften Etappe geschlagen geben und wird Dritter.

Dieser Herr aus Haidershofen setzt ein Rufzeichen nach dem anderen: Gregor Mühlberger aus dem bayrischen Rennstall Bora-hansgrohe war bereits Etappenzweiter bei Katalonien-Rundfahrt und Critérium du Dauphiné, und am Donnerstag legte der 25-Jährige einen dritten Rang auf der zwölften Etappe der Tour de France nach.

Der Niederösterreicher setzte sich im zweiten Anstieg des Tages in den Pyrenäen - der 1564 Meter hohen Hourquette d’Ancizan - mit dem Briten Simon Yates (Mitchelton-Scott) an die Spitze. Im Lauf der 30 Kilometer langen Abfahrt ins Ziel in Bagnères-de-Bigorre gesellte sich Astanas Spanier Pello Bilbao López de Armentia zu dem Duo, und weil die Verfolger keine Chancen mehr hatten, konnte sich das Trio einige Stehversuche auf den letzten 600 Metern leisten.

Schließlich trat Simon Yates an – und holte sich auch dank seiner Vergangenheit auf der Bahn (Punkteweltmeister 2013!) den Sieg vor den zeitgleichen Bilbao López de Armentia und Mühlberger. Der Niederösterreicher verbesserte sich in der Gesamtwertung vom 51. auf den 42. Rang und gestand: „Simon war einfach stärker. Er hatte mich schon am Berg ziemlich leiden lassen, und das hat mich sicher ein paar Körner gekostet. Sein Antritt im Finale war einfach explosiver.“

An der Spitze gab es keine Veränderungen, der Franzose Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick-Step) liegt weiter 1:12 Minuten vor dem Briten Geraint Thomas und 1:16 vor dessen kolumbianischem Ineos-Teamkollegen Egan Bernal. Bester Österreicher bleibt Mühlbergers Teamkollege Patrick Konrad, der Rang elf verteidigte (+2:46 Minuten).

Rätselraten um Dennis

Am Freitag geht die Tour mit dem 27 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Pau weiter. Ohne den Weltmeister: Der Australier Rohan Dennis stieg nach etwas mehr als drei Stunden vom Rad. Warum, blieb ein Rätsel. Sein Team Bahrain-Merida schrieb auf Twitter: „Wir werden den Vorfall umgehend untersuchen und keinen Kommentar abgeben, bis wir wissen, was mit Rohan passiert ist.“

Das französische Fernsehen berichtete von einem Streit zwischen Dennis und seiner Teamleitung. Tatsache ist, dass der 29-Jährige während der Etappe am Teambus im Ziel auftauchte und diesen wenig später in Begleitung seines Managers wort- und grußlos verließ.

Turbulent war dieser Donnerstag auch andernorts. Der am Mittwoch gestürzte Niederländer Niki Terpstra erfuhr seine Diagnose: doppelter Bruch des Schulterblatts.

Lotto Soudal wiederum wurde in Toulouse Opfer von Dieben – die teameigene Videoausrüstung im Wert von 50.000 Euro ist weg.

Und schließlich wurde ein Betreuer von Bora-hansgrohe bei einer Getränkeübergabe von einem Radfahrer erfasst und knallte zu Boden. Immerhin, er blieb unverletzt.

  1. Julian Alaphilippe (FRA) Deceuninck-Quick-Step 52 h 26' 09''
  2. Geraint Thomas (GBR) Ineos +1,12
  3. Egan Bernal (COL) Ineos 1,16
  4. Steven Kruijswijk (NED) Jumbo 1,27
  5. Emanuel Buchmann (GER) Bora 1,45
  6. Enric Mas (ESP) Deceuninck 1:46
  7. Adam Yates (GBR) Mitchelton 1:47 
  8. Nairo Quintana (COL) Movistar 2:04
  9. Daniel Martin (IRL) UAE 2:09 
  10. Thibaut Pinot (FRA) Groupama-FDJ 2:33

Weiter: 

11. Patrick Konrad (AUT) Bora 2,46

42. Gregor Mühlberger (AUT) Bora 25,15

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