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Sport
08/02/2012

Tischtennis-Team mit Chancen im Teambewerb

Für Österreichs olympische Tischtennis-Crew geht es am Freitag in Teil zwei der London-Spiele.

Nachdem Liu Jia, Li Qiangbing, Werner Schlager im Einzel in Runde drei und Chen Weixing im Achtelfinale ausgeschieden sind, soll es nun in den Mannschaftsbewerben besser klappen. Mit einem Sieg wäre der Viertelfinaleinzug fixiert und die Medaille gar nicht mehr so weit.

Mit Ägypten bei den Herren und Hongkong bei den Damen ist der Aufstieg jeweils auch durchaus erreichbar. Die Ägypter sind Außenseiter, aber gefährliche. "Sie werden so viel Risiko nehmen, wie es geht", erklärte ÖTTV-Ass Werner Schlager. "Da ist für uns die Konzentrationsfähigkeit wichtig, die hängt mit der körperlichen Fitness zusammen." Der 39-Jährige ist da am meisten gefordert. Nach seinem Einzel-Out am Montag nahm er sich zwei Tage trainingsfrei, um zu regenerieren. Zur Matchzeit um 20.00 Uhr MESZ sollte er wieder voll da sein.

Robert Gardos ist nur für den Teambewerb nominiert, er hatte kein Einzelticket. Der Tiroler hat fast schon zu intensiv trainiert. Sollte er seine Einheiten nicht noch spüren, müsste er bestens vorbereitet sein. "Die Ägypter spielen gegen Verteidiger schlecht. Daher ist gut, dass wir Chen (Anm.: Chen Weixing) haben", meinte Gardos. "Aber für mich und Werner sind die Ägypter nicht zu unterschätzen. Bei Olympia muss man einfach dran glauben. Vielleicht passieren dann einige schöne Dinge hier."

Dafür müsste nach Ägypten im Viertelfinale Deutschland oder Schweden ausgeschaltet werden. Europameister Deutschland ist in diesem Klassiker Favorit, die Skandinavier allerdings nicht zu unterschätzen. "Die Deutschen wären für uns schwierig, da sie nominell die bessere Mannschaft haben", erklärte Schlager. "Aber das Schöne ist, dass sich nicht immer das nominell bessere Team durchsetzt. Es könnte für eine Medaille reichen."

Ganz so viel Optimismus ist bei der österreichischen Damen-Equipe nicht angebracht, doch auch sie hat ihre Chancen. Mit Amelie Solja haben Liu und Li eine unangenehm zu spielende Teamkollegin bekommen, für die gebürtige Deutsche ist es der erste Auftritt in einer rot-weiß-roten Truppe. "Hongkong als Los ist okay, wir haben Chancen", gab die 21-jährige Solja an. Sie geht ohne negative Erfahrungen aus Spielen gegen die Asiatinnen in die Begegnung.

Bei Liu Jia und Li Qiangbing ist das anders. "Wir hatten gegen Hongkong schon oft unsere Chancen, aber immer knapp verloren", erinnerte Li. Zuletzt hatte es Ende März bei den Weltmeisterschaften in Dortmund in der Gruppenphase zum wiederholten Mal ein 2:3 gegeben. Liu wird jedenfalls am Freitag ab 15.30 Uhr MESZ optimistisch an die Sache herangehen. "Es hätte für uns schlimmer kommen können. Sie sind schlagbar", meinte die 30-Jährige zum Auftaktmatch.

Sollte es gegen die Nummer fünf des Bewerbs mit dem Einzug ins Viertelfinale klappen, würde danach wohl das auf Position vier gesetzte Südkorea warten. Die Asiatinnen müssen sich zum Auftakt gegen Brasilien durchsetzen. Die Südkoreanerinnen sind der vermutlich noch einfachste Gegner aus den Top vier, besser als der wie bei den Herren hochfavorisierte Titelverteidiger China, Singapur und Japan.

Gespielt wird jedes Match im Teambewerb auf drei Gewinnsätze ("best of five"). Nach zwei Einzeln folgt ein Doppel und wenn nötig noch ein oder zwei weitere Einzel. Bei drei Siegpunkten eines Teams steht der Aufsteiger fest. Jeder der drei Aktiven einer Mannschaft darf nur in maximal zwei Partien eingesetzt werden. Die taktische Aufstellung hat hier also große Bedeutung.

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