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Sport
09/05/2020

Tischtennis-Ass Fegerl: "Dürfen Masken nur zum Spielen abnehmen"

Europameister und Champions-League-Sieger Stefan Fegerl im Sport-Talk über Corona, Deutschland, Familie und Träume.

von Harald Ottawa

Am Sonntag geht es los für Stefan Fegerl. Bevor der zweifache Europameister (2015 im Doppen und Team) erstmals für seinen neuen Klub Bergneustadt wettbewerbsmäßig serviert, sprach er im Sport-Talk auf SchauTV (Samstag, 13.45 Uhr) über die neuen Herausforderungen und nicht allzu alten Erfolge. "Ich hätte schon am Dienstag fliegen sollen, es gab aber zwei  Corona-Fälle in der deutschen Bundesliga. Und als Ausländer durfte ich nicht dort trainieren."

Die Vorfreude ist jedenfalls groß ("Wir haben ein halbes Jahr keinen wirklichen Wettkampf gehabt"), die Erwartungshaltung aber nicht die höchste: "Ich hoffe auf einen Platz im Play-off."

Große Erfolge

Die Latte liegt gemessen an den Erfolgen des Waldviertlers in Deutschland aber hoch. "Die letzten vier Jahre waren extrem erfolgreich", sagt Fegerl, der nächste Woche 32 Jahre alt wird. Mit Borussia Düsseldorf gewann er  2018 die Champions League, 2017 und 2018 jeweils das Double, mit Ochsenhausen gab es 2019 ebenfalls das Double. "Ich hoffe, noch ein, zwei Jahre in Deutschland zu spielen. Eine Rückkehr nach Österreich ist nicht ganz ausgeschlossen", sagt der zweifache Familienvater (Gattin ist Ex-Spielerin Li Qiangbing).

Bayern des Tischtennis-Sports

Sein Highlight war freilich das Triple mit Düsseldorf. "Düsseldorf hat insgesamt einen oder zwei Titel weniger als der FC Bayern. Das sind die zwei erfolgreichsten Vereine auf deutscher Ebene. Damals war auch der Fußballklub Fortuna Düsseldorf in der 2. Liga, da hatten wir schon eine große Medienpräsenz." Zu jener Zeit gab es durchschnittlich mehr als 1.000 Zuschauer.

Heuer ist - auch in Zeiten Coronas - alles anders. "Je nach Hallengröße dürfen bis zu 300 Zuschauer rein. Was die Vorkehrungen betrifft, sind sie in Deutschland sehr vorsichtig." Masken müssen auch auf der Bank getragen  werden, "nur beim Spielen dürfen wir sie abnehmen."

Schachmeister

In der Corona-Zeit hat der gebürtige Gmünder auch genießen können. Aus zweierlei Gründen. "Seitdem ich ins Internat gekommen bin vor 18 Jahren, habe ich nie eine Pause gemacht. Außerdem hatte ich Zeit für meine zwei Kinder, das war Herausforderung genug. Beim Homeschooling war ich ein bisserl mehr Lehrer als sonst."

In der Corona-Zeit hatte er auch Gelegenheit für eine andere Leidenschaft. Er wurde in Bad Großpertholz Vereinsmeister im Schach. "Dass es auf Anhieb mit den Titel geklappt, hat mich schon überrascht. Natürlich gibt es Parallelen zum Tischtennis, weil man Spielzüge auch im Voraus planen muss, weil man antizipieren muss."

Traum Medaille

Seine große Hoffnung liegt aber im Tischtennis. "Ich wäre mit meiner Partnerin fix qualifiziert gewesen für Olympia, ich hoffe, die Kriterien werden beibehalten." Der Traum "wäre eine Medaille, da muss natürlich alles klappen", sagt der zweifache Europameister.

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