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Sport
08/04/2012

Tirolerin Obermoser im KK-Dreistellungsmatch 37.

Olympia war vor allem eine Erfahrung. Selten haben Schützen bereits bei ihren ersten Olympischen Spielen durchschlagende Erfolge erzielt.

Der Tirolerin Stephanie Obermoser ging es da nicht anders. Die 23-Jährige beendete ihre ersten Spiele am Samstag in London mit Platz 37 im Kleinkaliber-Dreistellungsmatch, blieb damit bei wechselnden Bedingungen hinter ihren Erwartungen zurück.

"Gut Ding braucht eben Weile", meinte Obermoser. Mit 573 von 600 möglichen Ringen war Österreichs einzige Schützin in London nicht einmal unzufrieden. Für das Stechen um den Finaleinzug wären 583 notwendig gewesen. Genau diese Leistung hatte Obermoser im April bei der Olympia-Generalprobe in den Royal Artillery Barracks erbracht, als sie als Zweite ihre bisher beste Weltcup-Platzierung holte. Ihre Bestleistung liegt bei 586 Ringen. "Aber das schießt man auch nicht jeden Tag", erinnerte die Tirolerin.

Dabei war sie mit einer 100er-Serie im Liegend-Anschlag sehr gut gestartet. "Danach bin ich schon ein bisschen nervös geworden", gestand Obermoser. Bei ihrer eigentlichen Stärke stehend setzte starker Regen ein, die Olympia-Debütantin schoss zwei 94er-Serien. Nach zwei Achter-Schüssen kniend war die Chance auf einen Spitzenplatz dann endgültig dahin. "Ich bin nie wirklich in einen Rhythmus hineingekommen", sagte Obermoser.

Die beste Vorkampfleistung erbrachte die US-Amerikanerin Jamie Lynn Gray mit dem olympischen Rekord von 592 Ringen. "Es ist ein sehr hohes Niveau geschossen worden", betonte Obermoser, die am Vortag erfolglos ihrem Stiefbruder Christian Planer die Daumen gedrückt hatte. Der Olympia-Dritte von Athen 2004 kam im KK-liegend-Bewerb nicht über Rang 23 hinaus. Die letzte Hoffnung der heimischen Gewehrschützen ist Routinier Thomas Farnik am Montag im Dreistellungsmatch. Dazu ist ab Sonntag auch der Wurfscheibenschütze Andreas Scherhaufer im Einsatz.

Im Training sei es auch bei ihr besser gelaufen, versicherte Obermoser. Mit einem Olympia-Wettkampf könne man die Anspannung dort aber nicht vergleichen. "Es hat Spaß gemacht, es war ein tolles Erlebnis", erklärte die HTL-Absolventin aus Kössen. "Jetzt freue ich mich schon auf Rio." Dort will sie 2016 durchstarten. "Ich habe hier sehr viel gelernt, vor allem, dass man beim Schießen Geduld haben muss." In ihrem ersten Bewerb hatte Obermoser vergangenes Wochenende mit dem Luftgewehr Rang 19 belegt.

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