Favorit: Dominic Thiem siegte zuletzt zwei Mal gegen Zverev.

© APA/AFP/PHILIPPE LOPEZ

French Open
05/28/2016

Thiem vs. Zverev: Zwei Freunde, eine Tracht, ein Ziel

Thiem, 22, trifft am Samstag ab 11 Uhr auf den Deutschen Zverev, 19. Beide wollen erstmals ins Pariser Achtelfinale.

von Harald Ottawa

Es gibt heute einen Aufmarsch der Zebras in Roland Garros. Und mittlerweile haben sich auch schon österreichische Fans mit dem Leiberl im neuen French-Open-Look versorgt. Mit jenen Trikots, die heute Dominic Thiem und Alexander Zverev auf den Platz führen werden. Zahlreiche Spieler und vor allem Spielerinnen tragen das Adidas-Outfit, an dem sogar Profis kreativ mitwirkten. Ob es gefällt? Geschmackssache.

In erster Linie ist es aber ein Zweikampf zwischen der österreichischen und der deutschen Tennis-Hoffnung, in zweiter Linie das dritte Duell zweier Freunde innerhalb weniger Wochen. Zwei Mal siegte der 22-jährige Niederösterreicher gegen den 19-jährigen Deutschen, vergangene Woche im Finale von Nizza. "Da war ich aber ausgelaugt. Dort bin ich zuvor 13 Stunden auf dem Platz gestanden und Dominic drei", erinnert sich Zverev an das Match, in dem er im dritten Satz 0:6 unterging. Trotzdem überwiegt die Vorfreude. "Wir unternehmen normal viel gemeinsam", sagt der Hamburger. "Leider wohnt Dominic in Paris ganz woanders als ich."

Sowohl Thiem als auch Zverev stehen zum ersten Mal in Paris in der dritten Runde. Vor allem von Thiem, der bei den US Open 2014 schon einmal ein Major-Achtelfinale erreicht hat, darf man noch mehr erwarten. Mittlerweile wird er von manchen Medien schon als "zweiter Sandkönig" bezeichnet. Aber der Ranglisten-15. weiß, was fehlt: "Die richtig guten Resultate bei den großen Turnieren fehlen bislang."

Die sollen auch bei Zverev bald kommen. Seine Partie gegen Thiem beginnt schon um 11 Uhr (live ORF Sport+). Gespielt wird auf dem Court Suzanne Lenglen.

Der richtige König wartet

Um ausgerechnet in Paris erstmals ein Major-Viertelfinale zu erreichen, muss Thiem ein Husarenstück gelingen: Im Achtelfinale wäre wohl der spanische Sandplatz-König Rafael Nadal der Gegner. Vorausgesetzt, dieser schlägt seinen Landsmann Marcel Granollers. Die French-Open-Bilanz von Nadal ist beinahe furchteinflößend: Neun Mal triumphierte der mittlerweile bald 30-Jährige im Südwesten von Paris, nur zwei Matches hat er verloren: 2009 im Achtelfinale gegen den Schweden Robin Söderling, im Vorjahr im Viertelfinale gegen den Ranglisten-Ersten Novak Djokovic.

Doppelter Abschied

Zwei rot-weiß-rote Doppel-Asse verabschiedeten sich gestern. Julian Knowle unterlag an der Seite des Deutschen Florian Mayer dem polnisch-indischen Duo Matkowski/Paes, Oliver Marach mit dem Franzosen Fabrice Martin den weltberühmten Bryan-Zwillingen. Dafür steht Alex Peya mit dem Polen Lukasz Kubot nach einem 6:4, 5:7, 6:4 über die US-neuseeländische Paarung Monroe/Sitak im Achtelfinale.

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