Im Blickpunkt: Dominic Thiem spielt das erste Einzel, nach ihm Andreas Haider-Maurer.

© APA/EPA/Maja Hitij

Daviscup
07/17/2015

Tennisfest: Kitzbühel wird wieder zum heißen Pflaster

Große Vorfreude in der "Tennis-Familie". In Tirol sollen die Niederländer besiegt werden.

von Harald Ottawa

Unter dem Kapperl frisch erblondet und gut drauf. Vor allem ist er das in Kitzbühel beim Daviscup-Team, wo es heute (13 Uhr) Thiem gegen Thiemo heißt. Dominic Thiem servierte heute gegen Thiemo de Bakker, damit wird endgültig ein Schlussstrich über die Diskussionen über seinen zweiten Start im Daviscup-Team gezogen (2014 verlor er mit Österreich in der Slowakei). Danach arbeitet der wieder fitte Andreas Haider-Maurer gegen Robin Haase.

Bevor Thiem, oder besser gesagt sein Trainer Günter Bresnik, das "Okay" gab, wurde viel diskutiert, viel verhandelt, das Sitzfleisch auf die Probe gestellt. Am Ende gab es eine Win-Win-Situation, Thiem spielt im Team, Bresnik greift mit seiner Akademie dem Tennisverband bei der Ausbildung der Jugendlichen unter die Arme. Zuvor mussten der neue ÖTV-Präsident Robert Groß, Daviscup-Kapitän Stefan Koubek und auch Christian Worsch, unter anderem Geschäftsführer des Team- und Thiem-Sponsors Simacek, ihr ganzes Verhandlungsgeschick unter Beweis stellen.

Standort-Alternativen

Thiem selbst wollte immer spielen. Auch deshalb günstig, weil Bresnik stets Koubek als Daviscup-Kapitän gewünscht hat, weil Thiem der einzige Herr im Team war, der Kitzbühel als Standort bevorzugt hatte. "Mit der Höhenlage komme ich gut zurecht", sagt der Lichtenwörther. Für die anderen Spieler im Team war Pörtschach bevorzugt. Auch St. Pölten und Gleisdorf standen zur Diskussion. Wirt schaftliche Gründe und das Ambiente gaben schließlich den Ausschlag für Kitzbühel. Da nimmt man es auch in Kauf, dass die niederländische Nummer eins, Robin Haase, seine einzigen beiden Turniersiege in Kitz’ (762 Meter) befeiern durfte. Jetzt ziehen alle an einem Strang. "Wir sind wie eine große Familie", sagt Koubek, der den Freitag kaum erwarten kann. "Ich spüre wieder den Adrenalin-Kick wie in aktiven Zeiten." Und die Hitze wäre ja für alle Spieler gleich.

Sollte Österreich die Niederländer besiegen, wird im September um den Aufstieg gespielt. Der Traum der Spieler: Ein Heimspiel gegen die Deutschen. Fest steht: Die Österreicher, derzeit auf Platz 22 in der ITF-Weltrangliste, werden ungesetzt sein (Niederlande die Nummer 21). Ein kleines Vorgeplänkel gab es auch. Koubek boxte für die Fotografen mit dem niederländischen Kapitän Jan Simmerink. Einhelliger Tenor:"Simmerink gegen Koubek, das ist Brutalität."

Rekord-Mann

Einen österreichischen Rekord gilt es auch zu vermelden. Jürgen Melzer schraubt seine eigene ÖTV-Bestmarke an diesem Wochenende auf 31 Daviscup-Teilnahmen hinauf (Nummer zwei ist Alexander Antonitsch mit 27, Anm.). Der 34-Jährige spielt morgen mit dem Steirer Oliver Marach (seit gestern 35) im Doppel.

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