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Tränen gab es bei der anschließenden Pressekonferenz. 

© APA/AFP/TENNIS AUSTRALIA/ROB PREZIOSO / ROB PREZIOSO

Sport Tennis
02/18/2021

Tränen nach Melbourne-Aus von Serena Williams, Djokovic im Finale

Die US-Amerikanerin unterliegt im Halbfinale klar der Japanerin Osaka und muss weiter auf ihren 24. Grand-Slam-Titel warten.

Im Finale der Australian Open kommt es am Samstag zum Duell zwischen der Topfavoritin Naomi Osaka und der US-amerikanischen Außenseiterin und Final-Debütantin Jennifer Brady. Serena Williams erneut bei ihrem Versuch, den lang ersehnten 24. Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Im Halbfinale verlor die 39-jährige US-Amerikanerin deutlich 3:6,4:6 gegen die als Nummer 3 gesetzte Japanerin Naomi Osaka. Williams bleibt damit weiterhin einen Major-Sieg hinter Rekordhalterin Margaret Court.

Im zweiten Halbfinale setzte sich Jennifer Brady (WTA-Nr. 24) in drei hart umkämpften, aber nur selten hochklassigen Sätzen 6:4,3:6,6:4 gegen die drei Positionen schlechter klassierte Tschechin Karolina Muchova durch. Während Osaka ihre bisherigen drei Grand-Slam-Finals - US Open 2018 und 2020 Australian Open 2019 - gewonnen hat, setzte sich die 25-jährige Brady im vergangenen August in ihrem ersten und bisher einzigen WTA-Finale beim kleinen Turnier in Lexington durch.

Bei den Herren beendete Novak Djokovic das Tennis-Märchen von Qualifikant Aslan Karazew souverän und kann seine besondere Australian-Open-Geschichte mit dem neunten Titel krönen. Der Vorjahressieger aus Serbien ließ seinem russischen Halbfinal-Kontrahenten am Donnerstag in Melbourne mit dem 6:3, 6:4, 6:2 keine Chance und zog als erster Spieler bei den Herren ins Endspiel ein.

Dort trifft Djokovic am Sonntag auf den russischen Grand-Slam-Titelanwärter Daniil Medwedew oder den griechischen Weltranglisten-Sechsten Stefanos Tsitsipas, die am Freitag gegeneinander spielen. Djokovic will mit seinem 18. Grand-Slam-Titel den Rückstand auf den Schweizer Roger Federer und Rafael Nadal aus Spanien (je 20) auf jeweils zwei verkürzen.

Osaka war einfach besser

Osaka gilt im Endspiel als klare Favoritin. Die 23-Jährige zeigte gegen Williams eine nahezu perfekte Leistung und wackelte nur einmal. Die Tochter eines Haitianers und einer Japanerin startete nervös und geriet 0:2 in Rückstand. Williams hatte Bälle zu einer 3:0- und dann 3:1-Führung. Dann aber gewann Osaka acht Games in Serie. Bei 4:3 im zweiten Satz unterliefen ihr drei Doppelfehler, doch auf das 4:4 reagierte sie gleich wieder mit einem Break und servierte nach eineinviertel Stunden souverän zu null aus.

Seit der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia im Herbst 2017 hat Williams nun elfmal versucht, Courts Allzeit-Rekord an Grand-Slam-Titeln zu egalisieren und ist gescheitert, viermal davon in einem Finale. Unter anderem verlor sie schon 2018 im US-Open-Endspiel in zwei Sätzen gegen Osaka. Damals war dies sensationell, nun war es fast schon erwartet. In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist die Japanerin mit Abstand die stärkste Hartplatz-Spielerin der Welt.

Auch Bradys Erfolg kommt nicht völlig aus dem Nichts. Sie erreichte bei den vergangenen US Open ihr erstes Grand-Slam-Halbfinals, in dem sie Osaka drei Sätze lang hart forderte. Gegen Muchova kämpfte sie am Ende mit den Nerven, nützte dann aber nach knapp zwei Stunden den fünften Matchball.

Djoker ließ Sensationsmann keine Chance

Gegen Karazew - die Nummer 114 der Weltrangliste - hatte der Branchenführende deutlich weniger Probleme als zwei Tage zuvor beim Viertelfinalerfolg über den Hamburger Alexander Zverev. In weniger als zwei Stunden machte der 33-Jährige bei der Rückkehr der Fans in die Rod-Laver-Arena nach dem fünftägigen Lockdown seinen neunten Finaleinzug beim ersten Grand-Slam-Turnier der Saison perfekt.

Djokovic wackelte nur kurzzeitig im zweiten Satz, als er 5:1 vorn lag, den Außenseiter aber noch einmal auf 5:4 herankommen ließ. Den dritten Durchgang eröffnete der Topfavorit mit einem Break. Zwar musste er zum 2:2 den Ausgleich hinnehmen, ging aber sofort wieder in Führung und überließ Karazew kein weiteres Spiel mehr.

Karazew hatte zuvor für Furore gesorgt, weil er als erster Spieler in der Geschichte des Profitennis bei seinem Grand-Slam-Debüt das Halbfinale erreichte. Der 27-Jährige hatte sich erst über die Qualifikation einen Platz im Hauptfeld gesichert.

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