Blackout von Ofner: Österreicher jubelt zu früh - Aus in Melbourne-Quali
Sebastian Ofner auf einem Archivbild.
In der zweiten Qualifikationsrunde der Australian Open kam für Sebastian Ofner das Aus. Doch das 6:4, 4:6, 6:7 (11:13) gegen den US-Amerikaner Nishesh Basavareddy war mehr als vermeidbar. Der Steirer riss sogar schon die Hände zum Siegerjubel in die Höhe und ballte die Faust - allerdings zu früh.
Was war geschehen?
Ofner führte im Tiebreak des dritten und entscheidenden Satzes mit 6:1 und machte den Punkt zum 7:1. Da hob er die Hände in die Höhe und ging schon in Richtung Netz zum Handschlag. Allerdings wird bei den Australian Open im Match-Tiebreak auf zehn gewonnene Punkte gespielt - worauf ihn der Schiedsrichter hinwies.
Ofner musste weiterspielen, verlor offensichtlich die Konzentration und machte kaum noch Punkte. Der 20-jährige Basavareddy zog in die dritte Runde ein. Für Ofner ist das Turnier vorbei, bevor es überhaupt richtig begonnen hat.
Lilli Tagger gewann noch verloren geglaubtes Spiel
Besser als Sebastian Ofner machte es Lilli Tagger. Die 17-Jährige schlug bei ihrem ersten Auftritt in Melbourne die Russin Elena Pridankina mit 6:7, 7:6, 6:1. Dabei lag die Österreicherin im zweiten Satz schon mit einem Break zurück, als die Russin auf den Matchgewinn aufschlug. Doch Tagger gelang das Re-Break und sie holte sich den Satz im Tie-Break mit 7:5.
Danach war der Widerstand der 20-jährigen Pridankina gebrochen. Tagger spielte im dritten Satz groß auf, gewann nach insgesamt 2:31 Stunden mit 6:1 und hat vor dem Hauptbewerb der Australian Open "nur" noch eine Hürde zu überwinden. In der dritten und letzten Qualifikationsrunde trifft sie in Melbourne nun am Donnerstag im dritten Spiel nach 1:00 Uhr MEZ auf die Thailänderin Lanlana Tararudee. Die 21-Jährige liegt in der Weltrangliste auf Platz 131 und damit vor dem ÖTV-Talent (WTA-154).
Verloren hat hingegen Jurij Rodionov. Der 26-Jährige unterlag dem US-Amerikaner Zachary Svajda 1:6, 4:6. Damit steht bei den Männern nur Filip Misolic im Hauptbewerb. Bei den Frauen haben die Neo-Österreicherin Anastasia Potapova und Julia Grabher ihren Platz sicher, Tagger kann dem Duo am Donnerstag folgen.
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