Zwei Hoffnungen für Rio: Alexander Peya zählt zu den besten Doppelspielern, Dominic Thiem soll 2016 im Single Medaillenchancen haben.

© APA/EXPA/MICHAEL GRUBER

Tennis und Rio
10/17/2014

Erster Aufschlag für Olympia

Alexander Peya und Dominic Thiem wären derzeit Fixstarter – im Förderkader sind sie nicht dabei.

von Harald Ottawa

Olympia steht nicht unmittelbar vor der Tür, Österreichs Asse machen sich aber schon eifrig Gedanken über die Sommerspiele in Rio 2016.

Jürgen Melzer zum Beispiel. Vordergründig als Doppelspieler, als Single wird’s wohl nicht mehr reichen. "Ich hoffe, dass Alexander Peya Top Ten ist, dann kann er sich den Partner auswählen", sagt der 33-Jährige, der im nächsten Jahr im Einzel noch einmal in die Top 50 will. Der Wiener Peya ist derzeit die Nummer fünf in der Doppel-Weltrangliste.

Wer darf nach Rio?

Auf jeden Fall Spieler, die zwischen den Olympischen Spielen drei Mal im Nationalteam im Einsatz waren (Herren: Daviscup, Damen: Fed-Cup). Dominic Thiem beispielsweise würden dazu noch zwei Teilnahmen fehlen. Die kürzlich von Kapitän Clemens Trimmel, der auch Daviscup-Boss und Sportchef des Verbandes (ÖTV) ist, eliminierte Tirolerin Patricia Mayr-Achleitner müsste ebenfalls noch einmal spielen, was aber angesichts der derzeitigen Situation eher aussichtslos ist. "Das hat nichts mit Verjüngung zu tun, da sind zu viele Dinge vorgefallen", sagt Trimmel.

Insgesamt dürfen pro Nation bei den Herren und Damen jeweils vier Einzelspieler und zwei Doppel nominiert werden, sofern ein entsprechendes Ranking gegeben ist. Für London reichte ein Platz um 40 bis 50. Derzeit hätte im Single nur Dominic Thiem ein Leiberl in Brasilien, er ist die Nummer 38, Jürgen Melzer wäre als 123. im ATP-Ranking sehr weit davon entfernt. Bei den Damen kommt derzeit keine Spielerin auch nur in die Nähe eines olympischen 64er-Tableaus (auch nicht Mayr-Achleitner).

Wer bestimmt?

Der Verband gibt eine Empfehlung an das Österreichische Olympische Komité (ÖOC) ab, das leitet den Kader an das Internationale Olympische Komitee.

Wer ist im Förderkader?

Im Förderprojekt "Rio 2016" (fünf Millionen pro Jahr vom Sportministerium) ist kein Tennisspieler. Doppel-Spezialist Peya fällt nicht in diese Kategorie, weil er seine Erfolge nicht an der Seite eines Österreichers errungen hat (sondern mit dem Brasilianer Bruno Soãres). Dominic Thiem aus einem anderen Grund nicht: "Weil er nicht beim Fachverbandsprojekt für die Spiele ist", sagt Trimmel. 2013 sei er beim Projekt "ÖTV goes Rio" ausgestiegen, ein Jahr zuvor habe er gar nicht teilgenommen.

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