Sport
25.05.2018

Nach Dreisatz-Sieg: Thiem steht in Lyon im Finale

Im Finale geht es am Samstag gegen den Franzosen Gilles Simon. In Paris ist der Weißrusse Ilja Iwaschka Auftaktgegner

 

Dominic Thiem ist nur noch einen Schritt von seinem 10. Titel auf der Tennis-ATP-Tour entfernt. Der topgesetzte Niederösterreicher zog am Freitag mit einem 6:4,5:7,6:4-Sieg gegen den Serben Dusan Lajovic ins Finale des mit 561.345 Euro dotierten Sandplatzturniers von Lyon ein. Dort geht es am Samstag gegen den Franzosen Gilles Simon, der sich gegen den Briten Cameron Norrie 6:1,7:6(6) durchsetzte.

Thiem musste am Freitag eine Doppelschicht schieben, vor dem Halbfinale noch den dritten Satz des am Donnerstag wegen Dunkelheit abgebrochenen und am Ende mit 6:7(4),7:6(0),6:4 gewonnenen Viertelfinales gegen den Spanier Guillermo Garcia-Lopez positiv bestreiten. Auf seine Halbfinal-Performance wirkte sich das nicht negativ aus, Thiem hatte trotz größerer Strapazen in der Entscheidung den längeren Atem. Gegen Lajovic hat der ÖTV-Star damit weiter eine weiße Weste, behielt auch im fünften direkten Duell die Oberhand, gab aber erstmals einen Satz ab.

Turniersieg als großes Ziel

"Es war ein hartes Match, Dusan ist gut in Form und hat zuletzt auch in Madrid gut gespielt", sagte Thiem im Siegerinterview auf dem Platz. Er selbst habe in den letzten beiden Service-Games im zweiten Satz nicht so gut gespielt. "Deshalb bin ich da gebreakt worden", so Thiem. Jenes zum 7:5 blieb das einzige Break des 27-jährigen Serben. Thiem nahm dem Weltranglisten-68. zum 5:4 im ersten Satz und zum 2:1 im dritten Durchgang den Aufschlag ab. Das war für den in fast zwei Stunden fixierten Triumph genug. "Ich habe mich im dritten Satz wieder auf das große Ziel fokussiert, das Turnier zu gewinnen, bin ruhig geblieben", verlautete Österreichs Nummer eins.

Seine Mission in Lyon ist also noch nicht zu Ende. "Ich spiele gerne in Frankreich. Mein Traum, den Titel hier zu gewinnen, ist nur noch einen Schritt entfernt", sagte Thiem. Im Finale stellt sich Simon in den Weg, der für seinen Halbfinalsieg nur 1:21 Stunden benötigte. Im Head-to-Head mit dem 33-jährigen Routinier hat Thiem mit 6:2 klar die Nase vorne. Zwei Partien wurden dabei auf Sand ausgetragen, Simon gewann 2014 in Nizza, Thiem 2015 in Rom.

Der Weltranglisten-Achte aus Lichtenwörth steht in der laufenden Saison zum dritten Mal in einem Finale. In Buenos Aires holte er mit einem 6:2,6:4-Sieg gegen den Slowenen Aljaz Bedene den Titel, in Madrid unterlag er erst vor weniger als zwei Wochen dem Deutschen Alexander Zverev 4:6,4:6. Turniersieg Nummer zwei 2018 sowie zehn insgesamt würde die Vorbereitung für das kommende Woche startende Grand-Slam-Turnier in Paris, eines der großen Saison-Highlights, perfekt machen.

In Roland Garros wurde Thiem der Qualifikant zugelost, Österreichs Nummer eins trifft auf den Weißrussen Ilja Iwaschka, gegen den er beim Daviscup in St. Pölten in zwei Sätzen gewonnen hat. Andreas Haider-Maurer tritt zum letzten Mal mit "Protected Ranking", sein Gegner ist der Russe Karen Chatschanow.

Oliver Marach und sein kroatischer Partner Mate Pavic sind für Paris gerüstet, sie stehen im Finale von Genf.