Für Thiem endet das erste Grand Slam des Jahres früh.

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Tennis
01/20/2015

Aus für Thiem in erster Australian-Open-Runde

Andreas Haider-Maurer ist im Gegensatz zu dem 21-Jährigen und Yvonne Meusburger weiter.

von Harald Ottawa

Österreich spielt bekanntlich Anfang März in Schweden. Bislang hat von den Einzelspielern nur Jürgen Melzer, der in der Nacht auf Mittwoch den Tschechen Tomas Berdych fordert, zugesagt.

Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer überlegen noch, haben derzeit aber eh andere Sorgen. Insbesondere Thiem. Der 21-Jährige unterlag am Dienstag dem als Nummer 13 gesetzten Spanier Roberto Bautista-Agut 6:4, 2:6, 3:6 und 6:7. Der Lichtenwörther, der in der Vorbereitungszeit durch Krankheiten unfreiwillig Kilos purzeln ließ, zeigte sich besser als erwartet, gab aber zu: "Melbourne war noch zu früh."

Andreas Haider-Maurer folgte hingegen Jürgen Melzer in die zweite Runde. Der Waldviertler bezwang den französischen Qualifikanten Laurent Lokoli mit 6:4, 7:5, 4:6, 6:3. "Ein Qualifikant ist bei einem Grand-Slam-Turnier immer ein schwieriger Gegner." Der nächste heißt John Isner, ist ein Riese (2,08 Meter) und kommt aus den USA. Naturgemäß kann der Amerikaner aufgrund der Statur gut servieren. "Da kriegt man keinen Rhythmus. Ich muss sehr konzentriert spielen, darf mir bei meinen Aufschlägen keinen Blödsinn leisten", philosphiert der 27-Jährige.

US-Krise

Isner muss in der Heimat viel Last mitschleppen. Trauma, Krise, Untergang. Wenig Schmeichelhaftes wird derzeit verwendet, wenn über das US-Tennis geschrieben wird. Wo sind die Zeiten, als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten unzählige Stars wie Arthur Ashe, Jimmy Connors, John McEnroe, Jim Courier oder Pete Sampras rauswarf (eine vollständige Liste würde mehrere KURIER-Sportseiten bedürfen)?

Und nun? Im Sommer 2013 war erstmals seit Gründung der ATP (1973) kein US-Mann in den Top Ten (Tendenz weiter fallend). Isner ist als bester die Nummer 21, Sam Querrey (in Melbourne schon ausgeschieden), die Nummer 35. "Das Spiel ist so international geworden, dass weltweit mehr Kinder zum Tennisspielen anfangen, daher ist es für uns schwieriger geworden", sagt Sampras, der auch einen Mangel an Top-Talenten ortet.

Yvonne Meusburger muss sich darüber nicht ihren Kopf zerbrechen, die 31-Jährige verabschiedete sich mit einer 4:6-0:6-Niederlage gegen die Australierin Casey Dellacqua von der Bühne. Sie wird Trainerin.

Die wichtigsten Ergebnisse:

HERREN -1. Runde:
Roberto Bautista Agut (ESP-13) - Dominic Thiem (AUT) 4:6,6:2,6:3,7:6(5)
Andreas Haider-Maurer (AUT) - Laurent Lokoli (FRA) 6:4,7:5,4:6,6:3
Novak Djokovic (SRB-1) - Aljaz Bedene (SLO) 6:3,6:2,6:4
Stan Wawrinka (SUI-4) - Marsel Ilhan (TUR) 6:1,6:4,6:2
Kei Nishikori (JPN-5) - Nicolas Almagro (ESP) 6:4,7:6(1),6:2
Milos Raonic (CAN-8) - Illja Martschenko (UKR) 7:6(3),7:6(3),6:3
David Ferrer (ESP-9) - Thomaz Bellucci (BRA) 6:7(2),6:2,6:0,6:3

DAMEN - 1. Runde
Casey Dellacqua (AUS-29) - Yvonne Meusburger (AUT) 6:4,6:0
Petra Kvitova (CZE-4) - Richel Hogenkamp (NED) 6:1,6:4
Agnieszka Radwanska (POL-6) - Kurumi Nara (JPN) 6:3,6:0
Caroline Wozniacki (DEN-8) - Taylor Townsend (USA) 7:6(1),6:2

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