Im Blickpunkt: Der Franzose Jo-Wilfried Tsonga besiegte vor zwei Wochen in Toronto Roger Federer.

© APA/EPA/TANNEN MAURY

Entwicklung im Tennis
08/21/2014

New York ist reif für einen neuen Champ

Bei den US Open ist die Chance auf einen neuen Grand-Slam-Sieger so groß wie schon lange nicht.

von Harald Ottawa

Gibt es einen neuen Kometen in der Umlaufbahn der Grand-Slam-Sieger? Oder bleiben die Stars auch nach den US Open (Start ab Montag) unter sich?

Nach den Absagen von Titelverteidiger Rafael Nadal (14 Titel) und Juan Martin del Potro (der Argentinier siegte 2009 in New York) sind nur fünf Spieler dabei, die im Besitz von Grand-Slam-Titel im Einzel sind. Allen voran der wiedererstarkte Roger Federer, mit 17 Major-Siegen der Rekordhalter. Dazu kommen die derzeit formschwachen Novak Djokovic (7 Titel), Andy Murray (2) und der Schweizer Stanislas Wawrinka (1). Der Australier Lleyton Hewitt holte seine Siege 2001 und 2002 – seine Favoritenrolle beschränkt sich auf ein, zwei Matches.

Trotz des Federer-Aufschwungs ist die Chance auf einen neuen Grand-Slam-Sieger so groß wie schon lange nicht mehr. Die Kandidaten im Überblick:

Jo-Wilfried Tsonga Der Franzose stand 2008 bei den Australian Open im Finale, seit damals tauchte der mittlerweile 29-Jährige zumindest fünf Mal in einem Semifinale auf. Auf den großen Befreiungsschlag wartet der Muhammad-Ali-Verschnitt (er posiert gerne auch als "The Greatest") noch. Mit dem Titel in Toronto (Finalsieg über Federer) gab die Nummer zehn der Welt eine Empfehlung für New York ab.

Milos Raonic Mit den jüngsten drei Turnierwochen setzte der erst 23-Jährige ein Signal. Triumph in Washington, Viertelfinale in Toronto, Semifinale in Cincinnati. In Wimbledon erreichte der Kanadier im Juli erstmals ein Grand-Slam-Finale. Der aus Montenegro stammende Raonic kann vor allem gut aufschlagen, ist in der Jahreswertung der Asse hinter dem Kroaten Ivo Karlovic die Nummer zwei (752). Ein Spieler, den zumindest die Zukunft gehört.
Grigor DimitrowDies gilt auch für den gleichaltrigen Bulgaren Grigor Dimitrow, der nicht nur oft in Bilde ist, weil er mit der Russin Maria Scharapowa liiert ist. Novak Djokovic sagt: "Das Tennis hat neue Gesichter vermisst, die fähig sind, die Top Vier herauszufordern. Jetzt sind sie da." Er meint damit die beiden frischgebackenen Top-Ten-Spieler Raonic und Dimitrow.
David FerrerSchafft der spanische Grundlinienspezialist mit 32 doch noch die Krönung? Das Laufwunder Ferrer (einer der wenigen Raucher auf der Tour) ist seit fast vier Jahren Stammgast in den Top 10 der Weltrangliste, allerdings blieb er nur 2013 in Paris bei einem Grand-Slam-Turnier bis zum letzten Tag. Blöd wird es nur, sollte er in New York auf Federer treffen (Bilanz: 0:16-Siege).

Weitere Anwärter sind der Tscheche Tomas Berdych, der lettische Bresnik-Schützling Ernests Gulbis oder der Japaner Kei Nishikori.

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