APA13950318 - 31072013 - KITZBÜHEL - ÖSTERREICH: Dominc Thiem (AUT) bei seinem Spiel gegen Jürgen Melzer (AUT) am Mittwoch, 31. Juli 2013, beim ATP Turnier Bet-at-home Cup in Kitzbühel. APA-FOTO: Robert Parigger

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Tennis
08/02/2013

Hoffnung Thiem: Durchbruch keine Altersfrage mehr

Das Eintrittsalter in den Klub der Top 100 liegt zwischen 26 und 27 Jahren.

von Harald Ottawa

Es war eine neuerliche Talentprobe, die Dominic Thiem gestern im Viertelfinale von Kitzbühel ablegte. Nach den Siegen über den Russen Andrej Kusnetsow und Jürgen Melzer unterlag der Niederösterreicher, der am 3. September 20 wird, dem spanischen Sandplatz-Könner Albert Montanes 4:6 und 3:6.

Zu alt für einen Durchbruch?

Mitnichten. Das Eintrittsalter in den Klub der Top 100 liegt gegenwärtig zwischen 26 und 27 Jahren. In den Top 100 gibt es keinen einzigen Teenager. Für die Talente ist es heute schwieriger als noch vor 20 Jahren nach oben zu kommen. „Das liegt vor allem am Punktesystem“, sagt Thiem-Trainer Günter Bresnik. Für einen Future-Titel gibt es zwischen 18 und 25 Punkte, in Kitzbühel hat Thiem bereits mit dem Viertelfinaleinzug 45 Zähler gutgeschrieben. Für Turnierdirektor Alexander Antonitsch spielt auch die Athletik eine große Rolle. „Heute sind die 30-Jährigen in einem Topzustand. Jeder Spieler hat heute schon einen Fitnesscoach.“

Dennoch darf man einen Blick auf die Vergangenheit werfen. Wo standen Österreichs ehemalige Top-20-Spieler in Thiems Alter?

Thomas Muster: Der heute 45-jährige Steirer, der 1996 mit 28 Nummer eins der Welt wurde, hat sein erstes Turnier mit 18 Jahren gewonnen, 1986 siegte er in Hilversum. Einen Monat vor seinem 20. Geburtstag war Muster die Nummer 64 der Weltrangliste, kurz zuvor aber schon Top 50. Thiem wird nach Kitzbühel zumindest auf einem Platz um 220 auftauchen. Allerdings musste der Lichtenwörther heuer wegen Krankheiten oft pausieren.

Horst Skoff: Der 2008 mit nur 39 Jahren verstorbene Kärntner war ungefähr so alt wie Thiem heute, als er in Athen seinen ersten Titel geholt hat. 20 Jahre und zwei Monate war er alt, als er im Finale von Wien Thomas Muster besiegte. Damals spielte er an der Seite des Steirers längst im Daviscup-Team. Allerdings zog Skoff mit 18 in die Top 50 der Welt ein. Höchste Platzierung war Platz 18 zu Beginn des Jahres 1990 – mit 21.

Gilbert Schaller: Der Steirer hatte sein bestes Jahr 1995 – mit 26 Jahren war er die Nummer 17 der Welt. Im Alter von Thiem war er auf einem Platz um 300 – ein klassischer Spätstarter für die damaligen Verhältnisse.

Jürgen Melzer: Österreichs Nummer eins war mit fast 20 Jahren in der Rangliste ungefähr dort, wo Thiem steht. Mit 18 Jahren hat er den Juniorenbewerb von Wimbledon gewonnen, Thiem die Orange Bowle. 2011 war Melzer mit fast 30 die Nummer 8.

Stefan Koubek: Der Kärntner, in Kitzbühel Co-Kommentator bei ORF Sport +, war einen Monat vor seinem 20. Geburtstag die Nummer 308, gewann mit 22 in Atlanta 1999 sein erstes Turnier. 2000 war er die Nummer 20.

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