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Sport
04/26/2019

Tennis-Highlight: Thiem fordert in Barcelona Nadal

Österreichs Ass besiegte im Viertelfinale den Argentinier Pella 7:5, 6:2. Am Samstag, 16 Uhr, wartet der Titelverteidiger.

von Harald Ottawa

Am Samstag schlägt es zwölf in Barcelona, wird das Dutzend voll gemacht. Dominic Thiem darf im Semifinale von Barcelona den Sandplatz-König Rafael Nadal fordern (16 Uhr, live Servus TV, Sky). Nicht nur aus österreichischer Sicht ein Spektakel. Im Duell der beiden besten Herren auf diesem Belag der jüngsten zwei Jahre hat der Spanier die Nase vorn, er führt recht klar mit 8:3.

Nadal, der in Barcelona mit elf Titeln überlegener  Rekordsieger ist, besiegte zunächst den aufstrebenden Deutschen Jan-Lennard Struff  7:5, 7:5. Dann zog Österreichs Topmann mit einem 7:5-6:2-Sieg über den Argentinier Guido Pella nach. Brisant: Gespielt wird das Duell heute auf dem Centrecourt namens Pista Rafa Nadal.

Schon in den ersten drei  Games bewiesen sich die beiden Herren als Meister im Abwehren von Breakbällen.  Das Spiel war teilweise hochklassig, unerzwungene Fehler hatten Seltenheitswert. Also ein mitunter sehenswertes Sandplatz-Spiel, gelegentlich gespickt mit Spielwitz. Beim Argentinier merkte man die Injektion namens Selbstvertrauen, immerhin hat er seine beste Zeit als Profi und  ist momentan mit  Platz 28 so gut wie noch nie platziert.

Starker Aufschlag

Thiems Vorteil: Er bekam dank seines starken ersten Aufschlags mehr „freie Punkte“. Noch wichtiger war zunächst, dass er  seinen fünften Breakball nutzen konnte zum 4:3. Blöd nur, dass er nach drei Vorhandfehlern sofort das Re-Break kassierte. Das Break zum 6:5 konnte der Niederösterreicher aber bestätigen, 7:5 nach einer Stunde.

Der Druck, den Thiem erzeugte, wurde dem 28-jährigen Gegenüber mit Fortdauer der Partie zu groß. Letztlich setzte sich die Klasse des Ranglisten-Fünften durch, der seinen besten Satz auf Sand in diesem Jahr spielte. Und nach 1:40 Stunden hieß es Ciao, Pella, Ciao.

Highlights

„Diese Matches sind immer etwas Besonders“, sagte Dominic Thiem vor dem Duell mit Nadal. „Er ist der beste Sandplatz-Spieler der letzten Jahre und kommt langsam wieder in Höchstform. Aber auch Dominic präsentiert sich hier sehr stark“, erklärt  Vater Wolfgang, in Katalonien als Coach dabei.

In Barcelona gab es das brisante Kräftemessen auch schon, 2017 siegte der Spanier im Finale 6:4, 6:1. Und doch hat Thiem einmal ein „Auswärtsspiel“ gewonnen, im Vorjahr im Viertelfinale von Madrid 7:5, 6:3. 2017 und 2018 war der Lichtenwörther der einzige  Profi, der Nadal auf Sand bezwingen konnte, heuer schaffte dieses Kunststück der Italiener Fabio Fognini in Monte Carlo.

Unvergessen aber das bislang letzte Duell: Im Viertelfinale der US Open setzte sich Nadal im  Vorjahr nach  fast fünf Stunden Arbeitseinsatz 0:6, 6:4, 7:5, 6:7 und 7:6 durch. Es war auch das bislang einzige Aufeinandertreffen fernab der Sandplätze.

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