Sport
09.10.2018

Frühes Aus für Dominic Thiem in Schanghai

Österreichs Nummer eins muss gegen den Australier Ebden über drei umkämpfte Sätze gehen - und verliert nach 2:45 Stunden.

Auch bei seinem vierten Antreten beim Masters-1000-Turnier in Schanghai kam Dominic Thiem nicht über die zweite Runde hinaus. Nach einem Freilos verlor der als Nummer sechs gesetzte Niederösterreicher am Dienstag gegen den Australier Matthew Ebden eine umkämpfte Partie nach 2:45 Stunden mit 4:6, 7:6 (8) und 6:7 (4).

Thiem ist am Mittwoch in Schanghai noch im Doppeleinsatz, sein nächster Einzelauftritt folgt in zwei Wochen in Wien.

Ausgeglichen

Thiem zeigte am Dienstag keineswegs eine tadellose Vorstellung, hatte es aber auch mit einem stark aufspielenden Australier zu tun. Ebden ist einer der wenigen Spieler auf der ATP-Tour, die noch auf Serve-and-Volley setzen und übte mit seiner Spielweise viel Druck auf seinen Gegenüber.

Im gesamten Match fabrizierte der French-Open-Finalist 42 unerzwungene Fehler, bei Ebden waren es 43. Bei den Winnern lag der Australier mit 49:48 voran. Die auf die Matchdauer von 2:46 Stunden gesehen quasi totale Ausgeglichenheit wird auch dadurch unterstrichen, dass der Weltranglisten-51. mit 123 Punkten nur einen mehr als Thiem sammelte. Der hätte das Match mit seiner Klasse beherrschen müssen, doch u.a. haperte es beim Service.
 

Zweimal voran

Der Österreicher eröffnete das Match mit einem Break, dem sofort das Re-Break folgte. Im ersten Durchgang haderte der 25-Jährige vor allem mit seinem ersten Aufschlag, nur 39 Prozent davon brachte er ins Spiel. Ein weiteres Break genügte seinem 30-jährigen Gegner zum Satzgewinn.

Auch im zweiten Satz gelang Thiem das erste Re-Break, doch wie im Durchgang zuvor antwortete Ebden und rettete sich noch ins Tie-Break. Nach drei vergebenen verwertete die Nummer sieben der Welt den vierten Satzball. 

Frische Wäsch'

Ein frisches Leibchen an Thiems Körper schien die Wende zu symbolisieren, und tatsächlich gingen die ersten sechs Punkte des dritten Satzes an den Top-Ten-Spieler. Plötzlich musste er aber bei 2:2 drei Breakbälle abwehren, seine vierte Chance nutzte Ebden zur 6:5-Führung. In extremis gelang Thiem das Re-Break, nachdem er Ebdens ersten Matchball per Netzband abgewehrt hatte. Im Tie-Break war Thiem aber stets zurück, der zweite Matchball saß.