Berufsbeziehung: Peya (re.) im August mit Soãres beim Sieg in Toronto.

© APA/EPA/WARREN TODA

Tennis-Finale in London
11/06/2014

Alex Peya als Stammgast in der Elite

Der Doppel-Spezialist schlägt unter den Besten auf. Und setzt damit Österreichs Erfolgslauf fort.

von Harald Ottawa

London calling. Treffpunkt der Elite des Tennissports.

Und Österreich ist wieder dabei. Der Wiener Alexander Peya qualifizierte sich gemeinsam mit seinem brasilianischen Partner Bruno Soãres wie schon im Vorjahr (damals ging es bis ins Semifinale) für das ATP-Finale der acht besten Doppel des Jahres, Startschuss ist am Sonntag. Gleichzeitig schlagen angeführt von Titelverteidiger Novak Djokovic auch die acht besten Singles auf. "Doppelspieler bekommen nirgends so eine große Plattform wie beim ATP-Finale. Ihre Spiele werden auf demselben Court wie die Einzel ausgetragen, auch zur besten Zeit", sagt Ex-Doppel-Ass und Eurosport-Experte Alexander Antonitsch.

Ein Österreicher bei den Besten? Nichts Neues. Im Doppel war Rot-Weiß-Rot in den vergangenen sieben Jahren nur zwei Mal nicht vertreten. Oliver Marach war mit seinem polnischen Partner Lukasz Kubot zwei Mal dabei, scheiterte aber 2009 und 2010 jeweils mit Pech in der Gruppenphase. Jürgen Melzer war ebenfalls zwei Mal Mitglied des erlesenen Kreises, schied aber an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner 2010 und 2011 jeweils in der Vorrunde aus. Die beiden triumphierten 2010 in Wimbledon, ein Jahr später bei den US Open.

Für das bislang beste Ergebnis beim Tour-Finale sorgte der Vorarlberger Julian Knowle, der mit dem Schweden Simon Aspelin 2007 zwei Monate nach dem Triumph bei den US Open erst im Endspiel scheiterte. "Mit Knowle hat der große Aufschwung der österreichischen Doppelszene erst so richtig begonnen", sagt Antonitsch.

Vier Österreicher, vier Erfolge. Aber noch nie ein (für Olympia so wichtiges) rein österreichisches Doppel beim ATP-Finale. Peyas Begründung lässt sich mit einer Ehe vergleichen: "Wir haben alle Partner. Es müssen zufällig zwei frei sein, und dann müssen die beiden Spieler auch zueinander passen."

Der Einzelkämpfer

Im Einzel war nur einer dabei – Thomas Muster, und das vier Mal. Semifinalist war er trotzdem nie (auch, weil nie auf Sand gespielt wurde). Siege gab’s dabei nur 1990 gegen Andrés Gómez aus Ecuador (gegen ihn hatte er ein halbes Jahr zuvor im French-Open-Semifinale verloren) und 1996 gegen Michael Chang, den er im Paris-Finale 1995 geschlagen hatte. Jürgen Melzer verpasste 2010 knapp die Teilnahme.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.