Die 27-jährige Tirolerin trifft in ihrer Auftaktpartie bei den US Open auf die Australierin Casey Dellacqua (29).

© EPA/JOHN G. MABANGLO

US Open
08/26/2014

Mayr-Achleitner mit Mini-Team im Big Apple

Die Tirolerin ist mit ihrem kleinen Team Stammgast bei den Grand Slams.

von Harald Ottawa

Beständigkeit ist das Zauberwort. Macht man einen Blick auf die Namen der Damen in den Top 100, so findet sich dort seit Jahren fast immer der Name Patricia Mayr-Achleitner. Und das ohne große Publicity: Die eher bescheidene Tirolerin ist keine Blenderin, sondern liefert verlässlich ihre Leistungen ab.

Mit einem Turniersieg im kanadischen Winnipeg im Gepäck kam sie nun in New York an, wo sie bei den US Open heute oder am Mittwoch auf die als Nummer 29 gesetzte Australierin Casey Dellacqua trifft. Die Vorfreude ist groß: "New York ist mein liebstes Grand-Slam-Turnier", sagt die 27-Jährige, die auf Sand ihre Karriere begann, aber mittlerweile auf härterem Untergrund zu Hause ist. "70 Prozent der Turniere sind auf Hartplatz, ich hab’ auch mein Spiel dementsprechend umgestellt."

Als sie sich vor einigen Jahren vom ehemaligen Skoff-Trainer und Tennis-Fachmann Håkan Dahlbo trennte, schüttelten viele Tenniskenner den Kopf. Mayr-Achleitner setzte sich dennoch durch, Gatte Michael (seit 2010 sind sie verheiratet) war kurze Zeit nicht nur Zimmerkollege. Auch wenn es am Anfang schwierig war, sie setzte sich durch.

"Wir haben im April 2008 angefangen, gemeinsam zu arbeiten, acht Monate später war ich in den Top 100. Vier der folgenden fünf Jahre habe ich dort auch abgeschlossen", sagt die Nummer 85. Und: "Ich war 16 Mal in einem Hauptbewerb eines Grand-Slam-Turniers, ohne dabei Qualifikation spielen zu müssen."

Das Börserl

Was sehr wichtig ist, die vier großen Turniere sind gute Einnahmequellen. Verliert sie in Runde eins, gibt es abzüglich Steuern netto immerhin umgerechnet 26.706 Euro. Denn vom Karriere-Preisgeld von rund 660.000 Euro in elf Jahren Profitennis (ca. 5000 Euro im Monat) bleibt abzüglich Steuern, Reisekosten und Betreuer nicht viel. "Ich spiele deshalb auch Liga in mehreren Ländern und bin auf Sponsoren angewiesen. Das Wichtigste ist aber, dass ich sparsam mit dem Geld umgehe." Deshalb nimmt sie auch keine Großkampftruppe auf Reisen mit. In New York sind nur Ehemann Michael und Trainer Vladimir Platenik Teil der Reisegesellschaft.

Kraft gibt der Tirolerin vor allem ihre Ehe: "Wir verlieren zusammen, und wir gewinnen zusammen."

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