epa03719973 Juergen Melzer of Austria in action during his 1st round match against Igor Sijsling of the Netherlands at the French Open tennis tournament at Roland Garros in Paris, France, 27 May 2013. EPA/YOAN VALAT

© APA/YOAN VALAT

French Open
05/27/2013

Alle Österreicher in Paris ausgeschieden

Sowohl Jürgen Melzer als auch Andreas Haider-Maurer und Tamira Paszek scheitern in Paris bereits in Runde eins.

von Harald Ottawa

Am Montag sah man auf der Pariser Anlage von Roland Garros einige hängende Köpfe. Die meisten davon gehörten Österreichern.

Um halb zwei Uhr am Nachmittag saß Jürgen Melzer im kleineren Pressekammerl und plauderte über seine 4:6-3:6-2:6-Niederlage gegen den Niederländer Igor Sijsling. „Ich habe kaum freie Punkte gemacht, er dafür 16 Asse geschlagen.“ Der Niederösterreicher hatte zuvor allerdings nicht unbedingt Heimvorteil: Zahlreiche Niederländer stürmten den Platz zehn schon Stunden vor dem Match, von den Österreichern schafften es nur ganz wenige auf die Tribünen, darunter ÖTV-Sportchef Clemens Trimmel.

Melzer denkt zwar schon an die bevorstehenden Rasen-Turniere („Die Sandplatz-Saison ist für mich abgehakt“), er wird aber auf der Anlage noch zu sehen sein: Mit dem 40-jährigen Inder Leander Paes (Ex-Profi Alex Antonitsch: „Gegen den hab’ ich noch gespielt“) bildet er ein Doppel.

Knappe AHM-Niederlage

Andreas Haider-Maurer hingegen muss sich keine Vorwürfe machen. Der 26-Jährige bot von Waldviertler Landsmännern angefeuert dem spanischen Sandplatzspezialisten Nicolas Almagro ein gutes Match und verlor knapp 6:4, 4:6, 3:6, 3:6. Eines war ersichtlich: Die Arbeit mit dem neuen Trainer Joakim Nyström trägt bereits Früchte. „Die letzten Wochen mit ihm waren sehr hart. Ich merke, dass ich mich verbessert habe.“

Tamira Paszek setzte ihren Misserfolgslauf fort, unterlag der Amerikanerin Melanie Oudin 4:6, 3:6 und war froh, „endlich gesund und fit“ zu sein. „Es war noch eines meiner besseren Matches“, sagt die 22-Jährige, die ihren Wohnsitz in Dubai hat.

Tiefpunkt?

Im vergangenen Jahr war auch kein Spieler in die zweite Runde gekommen. Alex Antonitsch schüttelt den Kopf: „Wir haben jahrelang von den Erfolgen eines Melzer gezehrt“, sagt der 46-Jährige, der für die Zukunft nicht schwarzsieht: „Haider-Maurer muss die Lücke schließen, Dominic Thiem, Gerald Melzer und Jugend-Europameister Lucas Miedler brauchen Zeit.“ Und bei den Damen? „Da sieht es derzeit nicht gut aus“, sagt Ex-Top-Ten-Spielerin Barbara Schett.

Die schöne Seite der French Open:

ÖTV-Trio aus dem Rennen

HERREN - 1. Runde:

Igor Sijsling (NED) - Jürgen Melzer (AUT) 6:4,6:3,6:2
Nicolas Almagro (ESP-11) - Andreas Haider-Maurer (AUT-LL) 4:6,6:4,6:3,6:3

Rafael Nadal (ESP-3) - Daniel Brands (GER) 4:6,7:6(4),6:4,6:3
Marin Cilic (CRO-10) - Philipp Petzschner (GER) 6:1,6:2,6:3
Jo-Wilfried Tsonga (FRA-6) - Aljaz Bedene (SLO) 6:2,6:2,6:3
Kei Nishikori (JPN-13) - Jesse Levine (CAN) 6:3,6:2,6:0

DAMEN - 1. Runde:

Melanie Oudin (USA) - Tamira Paszek (AUT-28) 6:4,6:3
Caroline Wozniacki (DEN-10) - Laura Robson (GBR) 6:3,6:2
Agnieszka Radwanska (POL-4) - Shahar Peer (ISR) 6:1,6:1
Roberta Vinci (ITA-15) - Stephanie Foretz Gacon (FRA) 6:3,6:0
Li Na (CHN-6) - Anabel Medina Garrigues (ESP) 6:3,6:4

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