Sport 16.04.2012

Synchronschwimmen: Brandl/Lang um Olympia-Platz

Im Synchronschwimmen fällt am Mittwoch im Londoner Aquatic Centre die Entscheidung über die Vergabe der letzten ausständigen Olympia-Startplätze.

Nachdem es Österreichs Wasserspringer an selber Stelle Ende Februar nicht geschafft haben, wollen nun Nadine Brandl/Livia Lang einen von 20 Duett-Quotenplätzen holen. Im ebenso olympischen Teambewerb ist keine österreichische Equipe vertreten.

Im Duett bildet am Mittwoch (16.00 Uhr MESZ) die technische Kür den Auftakt, am Freitag (16.00) folgt die freie Kür. Nach diesen Wettkampfteilen gilt es, unter mehr als 30 Paaren in der Gesamtwertung unter den ersten 16 zu sein. "Wir rechnen uns aus, dass wir auf den 16. Platz kommen könnten", erklärte Brandl der APA - Austria Presse Agentur. "Wir sind also laut Papierform genau an der Kippe."

Alle danach verbliebenen Duette treten am Sonntag (16.00) um die letzten vier Olympia-Plätze an, 24 Paare werden bei den Spielen dabei sein. 2008 holte Brandl mit ihrer damaligen Partnerin Lisbeth Mahn den vierten noch vergebenen Platz, das OSV-Duo kam also als letztes der 24 Paare zu den Spielen in Peking. Schon fix dabei sind vier Kontinentalmeister.

Damit es für die 22-jährige Brandl mit der zweiten und für die 17-jährige Lang mit der ersten Olympia-Teilnahme etwas wird, wurde einiges investiert. Am markantesten ist die Verpflichtung der russischen Olympiasiegerin Anastasia Ermakowa für die Kür-Choreographie. Das Programm ist nun schneller als ihr früheres, die Intervalle zwischen den Bewegungen sind kleiner und es gibt mehr Unterwasserphasen. Daran arbeiteten Brandl/Lang mit Albena Mladenowa.

In der ersten April-Hälfte war die bulgarische Trainerin mit dem SU-Wien-Duo im Thermalbad des ungarischen Kurorts Martfü auf Trainingscamp. 90 Autominuten von Budapest entfernt holte sich das OSV-Gespann den letzten Feinschliff. "Nach der Grundlagenausdauer davor haben wir da an der speziellen Ausdauer und der Synchronität gearbeitet", sagte Brandl. Am (heutigen) Montag erfolgte schließlich die Anreise nach London.

Erstellt am 16.04.2012