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Sport
04/30/2012

SVS greift gegen Berlin nach Europas Top-Position

Im erst zweiten Jahr seines Bestands greift SVS Ströck nach der Spitze im europäischen Damen-Tischtennis.

Am Freitag geht es auswärts gegen Berlin eastside in Final-Akt eins der europäischen Champions League, das Rückspiel ist für 21. Mai angesetzt. Der ÖTTV-Meister geht als leichter Favorit in das Duell, es geht auch um eine Revanche für das Out im vorjährigen ETTU-Cup.

Damals, am 13. Jänner 2011 setzte es für die erste SVS-Mannschaft die in bisher 28 Partien einzige Niederlage, das 0:3 im Viertelfinal-Hinspiel wurde mit einem 3:1 daheim nicht mehr ganz wettgemacht. "Wenn wir in Berlin wieder 0:3 verlieren, wird das nur ganz, ganz schwer aufzuholen sein", meinte dazu SVS-Manager Martin Sörös am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. "Aber von diesem Ergebnis gehe ich nicht aus."

Das vor allem daher, da die SVS-Chinesin noch nie gegen eine Nicht-Chinesin verloren hat. Und in Berlins Reihen stehen nur Europäerinnen. Es ist dies die deutsche Vize-Europameisterin Irene Ivancan, die Ungarinnen Georgina Pota und Petra Lovas sowie die Russin Polina Michailowa. Ivancan wie Michailowa sind Verteidigerinnen, wie auch Fan Ying. Die trifft am Dienstag in Schwechat ein, bleibt bis zum Rückspiel.

Für nächste Saison wird die Weltranglisten-17. aber kein Thema sein, ebenso wie die aktuell im Kader stehende Taiwanesin Huang Yi-hua. Beide werden in der chinesischen Superliga engagiert und wegen der Überschneidung mit der Champions League in dieser daher nicht spielberechtigt sein. SVS liegt übrigens ein Angebot vor, als Gast-Team in der China-Liga zu spielen. Für heuer war es kein Thema, vielleicht aber für 2013.

Das sagt viel über den Stellenwert von Europas derzeit nominell stärkster Equipe aus, wie es das Herren-Team SVS NÖ 2008 gewesen ist. Nächste Saison wird SVS Ströck in der Champions League voraussichtlich von sieben statt zuletzt fünf Teams herausgefordert werden. Österreichs Li Qiangbing und die Rumänin Daniela Dodean haben gerade erst ihre Verträge verlängert, dazu soll international nachgebessert werden.

Sörös: "Bei der WM in Dortmund haben uns viele Spielerinnen angesprochen, wir hätten gleich zehn davon engagieren können." Allerdings will die Clubführung bei Einkäufen mit Bedacht vorgehen, da viel Wert auf die Ausbildung des Nachwuchses gelegt wird. Die in Berlin wegen ihrer Matura fehlende, 17-jährige Nicole Galitschitsch sowie die als Ersatzspielerin mitfahrende, 15-jährige Valerie Tischler haben schon Superliga-Erfahrung.

Sie werden 2012/13 mehr Spielpraxis erhalten. Tischler: "Durch das gute Training und die Wettkämpfe habe ich viel mehr Sicherheit bekommen." Wann die beiden oder andere heimische Hoffnungen soweit sein werden, um in der Champions League mitzuhalten, ist auch für Sörös schwierig zu prognostizieren. "Wir können mit unserem Nachwuchs-Förderprogramm nur die Rahmenbedingungen für eine optimale Entwicklung schaffen."

Diese umfasst auch die Einbindung von Ex-Nationalspieler Mathias Habesohn ins Trainerteam. Er betreut SVS Ströck mit Nationaltrainer Liu Yan Jun, ist in der Werner Schlager Academy (WSA) ins Herren-Training eingebunden und spielt selbst noch bei Passau in der zweiten deutschen Liga. Dass es gegen Berlin zuerst auswärts geht, sieht Habesohn positiv: "Da können wir dann mit Heimvorteil mit den Infos vom Hinspiel reagieren."

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