Gescheitert: Bode Miller stürzte schwer und zog sich eine klaffende Wunde an der Wade zu.

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Ski-WM
02/06/2015

Super-G: Zwei Pechvögel und eine Überraschung

Svindal wurde beim Comeback Sechster. Miller und Jansrud verletzten sich beim Auftakt.

Nicht nur Weltmeister Reichelt und Überraschungsmann Dustin Cook hatten am frühen Donnerstagnachmittag in Beaver Creek ein breites Grinsen aufgesetzt, während sie durch den Zielraum marschierten. Auch der Norweger Aksel Lund Svindal wirkte trotz Rang sechs rundum zufrieden. "Das war eine schöne Überraschung", sagte der 32-Jährige, der nach seiner Achillessehnen-Verletzung zum ersten Mal wieder im Renntempo gen Tal gerast war. "Ich habe schon gewusst, dass es nicht für den Sieg reichen wird", sagte der sympathische Norweger, der sich auf der WM-Strecke wohlfühlt, wie wenige andere. Elf Mal hatte er in Beaver Creek bereits vom Podest gelacht. "Heute waren einfach ein paar nicht weltmeisterliche Schwünge dabei. Aber ich bin sehr happy."

Nicht glücklich sah sein Landsmann Kjetil Jansrud im Ziel aus. Im Gegenteil. Der 29-jährige Norweger, der nach seiner überragenden Saison als großer Favorit auf die erste Goldmedaille bei den Herren gehandelt worden war, krümmte sich im Ziel vor Schmerz und hielt sich die linke Schulter. Bereits beim dritten Tor war er hängen geblieben und hatte sich offenbar das Gelenk ausgekugelt. "Es dürfte nicht so schlimm sein. Wir vermuten, dass Bänder in der Schulter gedehnt sind", sagte der norwegische TV-Experte Kjetil Andre Aamodt. Wie es um den Start des heurigen Speed-Königs in der Abfahrt am Samstag steht, war noch nicht klar. Immerhin: Auch mit einer Schulterverletzung fehlten Jansrud nur drei Hundertstelsekunden auf eine Medaille.

WM-Aus für Miller

Für US-Olympiasieger Bode Miller ist die WM in Vail/Beaver Creek nach dem Sturz im Super-G vorbei. Der 37-jährige Amerikaner hat sich eine Muskelsehne im rechten Unterschenkel durchgeschnitten und ist noch am Donnerstag (Ortszeit) im Vail Valley Medical Center operiert worden. Obwohl er gleich wieder entlassen wurde, kann der 37-Jährige an keinen weiteren Rennen mehr teilnehmen.

„Schade. Bode war unsere heißeste Chance im Super-G. Das dauert jetzt wieder Monate“, bedauerte Herrenchef Alexander Hödlmoser bei der Mannschaftsführersitzung gegenüber der APA den langen Ausfall Millers. Was dies für die weitere Ski-Karriere bedeute, wollte der Österreicher nicht beurteilen. Dass man trotz der fünf US-Starter im Super-G medaillenlos geblieben war, habe zudem für einen kleinen Knick gesorgt. „In der Abfahrt sind wir aber wieder dabei“, ist Hödlmoser sicher.

Miller sollte nicht der einzige erfahrene Läufer bleiben, der es am Donnerstag nicht ins Ziel schaffte. Auch Ivica Kostelic kam auf dem selektiven Gelände zu Sturz. Der 34-jährige Kroate kam dabei aber glimpflicher davon, als die Pechvögel Jansrud und Miller.

(aus Vail/Beaver Creek)

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