Sport
09/10/2012

Sportkletter-WM: Österreich hofft auf 4 Medaillen

Mit großen Erwartungen fliegen Österreichs Sportkletterer am Dienstag zur WM nach Paris, wo bereits einen Tag später die Titelkämpfe beginnen werden.

Immerhin hat der österreichische Wettkletterverband (ÖWK), der 18 Athleten entsendet, durch Angela Eiter (Vorstieg) und Anna Stöhr (Bouldern) zwei Titelverteidiger am Start. Zudem war die letzte WM mit fünf Medaillen die bisher erfolgreichste.

Die größten Hoffnungen der österreichischen Mannschaft liegen in deren Paradedisziplinen Bouldern und Vorstieg. Aber mit Barbara Bacher nominierte der ÖWK auch eine Athletin für die Kombination. Zudem stellt Österreich im Speedbewerb erstmals vier Starterinnen. Und in der zum zweiten Mal ausgetragenen Disziplin Paraclimbing (Klettern für Behinderte) hat Österreich mit Andreas Holzer erstmals einen Starter.

Mit drei WM-Titeln (2005, 2007, 2011) ist Angela Eiter die Vorstiegskönigin. Doch die Tirolerin konzentrierte sich in dieser Saison nur auf ausgewählte Wettkämpfe und startete durchwachsen in die Saison. Beim Rockmaster in ihrem "Wohnzimmer" in Arco schaffte sie aber wieder den Sieg. "Das hat motiviert. Jetzt weiß ich, dass ich auch in Paris um eine Medaille mitkämpfen kann."

Noch höhere Ziele hat sich Teamkollegin Anna Stöhr, die vor knapp zwei Wochen den Pokal für den Sieg im Gesamtweltcup im Bouldern in München entgegennahm, gesetzt. "Ich will meinen Titel verteidigen. Gold ist das oberste Ziel", bekannte die 24-jährige Tirolerin. Neben dem WM-Titel im Vorjahr steht auch jener 2007 zu Buche, zudem holte Stöhr Bronze 2009 in China und im Vorjahr noch Silber in der Kombination, auf die sie in dieser Saison verzichtet.

Ihr Lebensgefährte Kilian Fischhuber wäre in Paris schon mit einer Medaille zufrieden. "Im Bouldern ist die Spitze so eng, wenn ich das Finale der besten Sechs erreiche ist viel möglich", erklärte Fischhuber, "eine Medaille bei meiner wahrscheinlich letzten WM ist das Ziel. Am liebsten in Gold." Fischhuber, der heuer im Boulder-Weltcup Zweiter wurde, hat bisher nur WM-Silber (2005).

Auch auf bisher nur eine WM-Medaille (Silber im Vorstieg 2011) kann Jakob Schubert verweisen. Auch wenn der 21-jährige Innsbrucker Student heuer im Boulder-Weltcup für Furore sorgte, konzentriert er sich in Paris nur auf den Vorstieg. "Der Zeitplan ist heuer dermaßen eng, da hätte ich im Bouldern zu viel Energie verschwendet. Ich will endlich mein Vorstieg-Gold, davon habe ich immer geträumt."

Außenseiterchancen im ÖWK-Team haben auch Magdalena Röck nach ihrer im Vorjahr überraschenden Bronzemedaille im Vorstieg, Lukas Ennemoser (Bouldern) und Mario Lechner (Vorstieg).

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