© Copyright 2012, Austria Presse Agentur, Wien, Österreich, alle Rechte vorbehalten

Sport
05/02/2012

Spitzauer/Habermüller in WM um Olympia-Quotenplatz

Mit den diversen Klassen-Weltmeisterschaften wird im Mai die Olympia-Qualifikation im Segeln abgeschlossen, es geht um die letzten noch freien Startplätze für die Sommerspiele.

Den Auftakt machen ab Freitag die Lasersegler vor Boltenhagen an der deutschen Ostsee. Andreas Geritzer hat sein Ticket bereits in der Tasche und kann diverse Materialtests vornehmen.

Ebenfalls diese Woche starten die Starboote in ihren Welttitelkampf, für Hans Spitzauer/Gerd Habermüller geht es ab Samstag vor Hyeres um eine der noch vier Fahrkarten für das 16er-Teilnehmerfeld vor Weymouth. Spitzauer/Habermüller segeln erst seit Jänner gemeinsam Regatten und haben zuletzt sehr viel Zeit gemeinsam im Boot verbracht. Nach dem 13. Platz beim Weltcup vor Miami im Jänner folgte im März ebendort Rang fünf im Bacardi-Cup. Im April stehen die Plätze 10 und 11 bei den Weltcups vor Palma de Mallorca und Hyeres zu Buche.

Die verpasste Teilnahme am Medal Race vor der französischen Küste wegen eines gerissenen Fockfalls nahm Spitzauer nicht allzu tragisch: "Schade, aber wir sind nicht an der Leistung, sondern an einem Defekt gescheitert. Wir können vorne mitmischen und das stimmt uns für die Vergabe der letzten Quotenplätze sehr zuversichtlich."

Mit seinen fünf Olympia-Teilnahmen ist Spitzauer ein erfahrener Seemann, sein Neo-Vorschoter Habermüller (43) war in der Vergangenheit eher als Zehnkämpfer auf Bahn und Feld sowie als Bobfahrer im Eiskanal unterwegs ( Nagano 1998). Zum Segelsport kam er aber bereits 1996. Und die Geschichte ist kurios. Auf Einladung von Prinz Albert waren die Bobfahrer in Monte Carlo. Werner Delle Karth, der Vater des 49er-Seglers Nico Delle Karth und früherer Bobfahrer, erwähnte, dass Hubert Raudaschl einen neuen Vorschoter suche. "Er sagte, über 100 Kilogramm habt ihr eh alle, aber wer kann auch segeln? Da habe ich dezent aufgezeigt", erzählte Habermüller.

In einer Segelschule hatte er nämlich schon gearbeitet, aber Regatta war er noch keine gesegelt. Am Ende versuchte sich Habermüller sogar mit Christian Scheinecker in der Starboot-Olympia-Qualifikation für Sydney 2000, das Ziel wurde aber verpasst. Und Habermüller kehrte in den Bob zurück. "Es war viele Jahre ein bisschen ein Hin- und Hergehopse", meinte Habermüller. In Sydney war er aber dennoch dabei, als Coach der Sprinterin Karin Mayr, die er seit 1995 trainierte. Später betreute er auch Bettina Müller (Müller-Weissina), ehe der Fitnessanlagenbetreuer nach 2004 der Leichtathletik den Rücken kehrte. 2005 verabschiedete er sich auch aus dem Bobsport.

Geritzer landete zuletzt vor Hyeres an der 18. Stelle, "mit dem Bootshandling und der Geschwindigkeit auf dem Vorwindkurs" war er sehr happy, "auf der Kreuz und den Raumschots" dafür zu langsam. Die ausprobierte Kombination zwischen Mast und Segel hatte nicht funktioniert, bei der WM wird der Burgenländer anderes Material verwenden. "Ich bin überzeugt, dass es mir wieder leichter von der Hand gehen wird."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.